Planungen für Café del Sol in Dümpten starten

Mirco Stodollick
Das Café del Sol in Gelsenkirchen.
Das Café del Sol in Gelsenkirchen.
Foto: WAZ FotoPool
Sechs Jahre schon besteht das Interesse, im Mülheimer Norden, unweit der A40-Anschlussstelle Winkhausen, ein Café del Sol mit 250 Sitzplätzen drinnen und 200 draußen zu bauen. Nun sollen die Planungen in die heiße Phase gehen. Doch schon gibt es Kritik.

Mülheims Planungsamt forciert die Anstrengungen, um dem Café del Sol eine Ansiedlung zwischen A 40, Aktien- und Oberheidstraße zu ermöglichen. Die Systemgastronomie mit aktuell 27 Standorten in Deutschland will an der Grenze von Dümpten und Winkhausen eine Restaurant-Villa im Kolonialstil errichten – mit 250 Plätzen drinnen und 200 draußen. Bevor das Vorhaben kommenden Dienstag aber Thema in der Bezirksvertretung 2 wird, hat es schon Kritiker gefunden. Die Mülheimer Bürgerinitiativen lehnen es strikt ab.

Schon seit 2008 hat die Gastronomie-Kette mit Stammsitz in Hildesheim den autobahnnahen Standort in Mülheim im Auge. Sechs Jahre später sind für Mülheims Planungsamt nun alle vorab zu klärenden Fragen abgearbeitet. Nun will es in ein vorhabenbezogenes Bebauungsplanverfahren einsteigen. Die technische Erschließung für das Café war lange ein Problem, auch ein kleiner Wald auf dem Areal an der Aktienstraße. Der Investor will von ihm nicht viel übrig halten, damit das Café weithin sichtbar ist.

Baurecht muss erst geschaffen werden

Die Stadtverwaltung sieht in der weitgehenden Rodung der Bäume nun kein Problem mehr, zumal der Investor für die andere Seite der Oberheidstraße offenbar eine Ersatzbepflanzung mit doppelt so vielen Bäumen zugesichert hat.

Nun sollen Bezirksvertretung und Planungsausschuss den Weg freimachen, damit das Baurecht entsprechend dem Vorhaben geändert wird. Die MBI sind damit nicht einverstanden, wie ihr Fraktionssprecher Lothar Reinhard gestern verlauten ließ. Eine Systemgastronomie an dieser Stelle sei „ein beträchtlicher Eingriff“ in den an dieser Stelle geschützten regionalen Grünzug, argumentiert er – und kritisiert, dass die Stadt ein entsprechendes Änderungsverfahren für die Regionalplanung nicht für nötig erachtet, weil die Fläche für das Café mit 0,6 Hektar nicht so groß sei, als dass die Schutzziele der Regionalplanung wesentlich beeinträchtigt seien. Die MBI fürchten hingegen, dass die Durchlüftung des Ruhrgebiets Schaden nehmen könne.

Ein Café del Sol würde das gastronomische Angebot insbesondere für Winkhausen und Oberdümpten ausweiten. Johannes Terkatz (SPD Winkhausen) nannte das Projekt einmal „eine Bereicherung“.