„Pflege muss uns etwas wert sein“

„Menschenwürdige Pflege muss uns etwas wert sein. Pflege muss mehr sein als die Verwahrung bis zum Tod“, betont Dierbach. Dass bedeutet praktisch einen nicht nur auf reine Pflege, sondern auch auf Rehabilitation ausgerichtete Betreuung. Deshalb ist Dierbach auch besonders stolz darauf, dass die 49 Pflegekräfte des Ruhrgartens (für etwa 100 Bewohner) im vergangenen Jahr etwas mehr als 40 Bewohner, die mit einer stationären Pflegeprognose ins Haus gekommen waren, durch Mobilisierung und Rehabilitationspflege wieder so fit machen konnten, dass sie das Altenheim verlassen und in die eigenen vier Wände oder in eine betreute Seniorenwohnung zurückkehren konnten.

Haus Ruhrgarten ist bereits seit den 90er Jahren als gerontopsychiatrische Pflegeeinrichtung anerkannt. Seit damals hat sich das Haus mehr und mehr auf die Pflege demenziell und psychisch veränderter alter Menschen spezialisiert. Gezielte Bewegungs,- Beschäftigungs- und Lichttherapie machen es möglich. Solch eine Pflege hat natürlich ihren Preis und führt dazu, dass der Ruhrgarten mit seinen Pflegesätzen im Mülheimer Vergleich an der Spitze liegt. 2633 Euro kostet die stationäre Pflege im Ruhrgarten monatlich in der Pflegestufe 0, 3293 Euro in der Pflegestufe 1, 4085 Euro in der Pflegestufe 2 und 4906 Euro in der Pflegestufe 3. Der Personal- und Pflegekostenanteil liegt in der Pflegestufe 0 bei 42 Prozent, in der Pflegestufe 1 bei 54 Prozent, in der Pflegestufe 2 bei 63 Prozent und in der Pflegestufe 3 bei 69 Prozent.

Dennoch: Pflegedienstleiter Dierbach ist davon überzeugt, dass sich gute rehabilitative und mobilisierende Pflege langfristig auch volkswirtschaftlich bezahlt macht.

 
 

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