Parken an der Max-Halbach-Straße im Fokus

Katja Bauer
Der neu gestaltete Einmündungsbereich der Straße Buschkante in die Max-Halbach-Straße: Tempo 30 wird hier oft überschritten, kritisieren Anwohner.
Der neu gestaltete Einmündungsbereich der Straße Buschkante in die Max-Halbach-Straße: Tempo 30 wird hier oft überschritten, kritisieren Anwohner.
Foto: FUNKE Foto Services
Abgestellte Autos stören die einen Anwohner, zu hohe Geschwindigkeit die anderen. Abhilfe könnte ein Radweg schaffen.

Mülheim. Die Lager sind gespalten auf der Heimaterde: Einige Anwohner ärgern sich regelmäßig über Autos, die an der Max-Halbach-Straße im Bereich rund um die Einmündung der Straße Buschkante am Fahrbahnrand parken und so den fahrenden Verkehr zum Ausscheren auf die entgegenkommende Fahrbahn zwingen.

Andere wiederum berichten davon, dass die parkenden Pkw durchaus einem Zweck dienen, nämlich dass in diesem Bereich die angeordneten Tempo 30 auch eingehalten werden. Die Parksituation an der Max-Halbach-Straße ist somit ein viel diskutiertes Thema, nicht nur im sozialen Netzwerk Facebook. Dort fordern die einen fest installierte Blitzer wegen der häufigen Tempoüberschreitungen, andere plädieren für Parkverbot – zumal gegenüber ein Parkstreifen sei, der genug Platz böte, Autos abzustellen.

Eeindeutig, parken erlaubt

Der Knackpunkt sei der kürzlich erfolgte Umbau der Straße dort, meint Peter Pickert (SPD), stellvertretender Bezirksbürgermeister in der BV 1. Zwang bislang ein vorspringender durch Poller abgeriegelter Bereich die Autofahrer vor der langgestreckten Kurve langsamer zu fahren, ist dieses Areal in der Zwischenzeit weggenommen und teils der Fahrbahn seitlich zugeschlagen worden. Als Querungshilfe für Fußgänger ist eine Mittelinsel eingerichtet worden. Was aber zur Folge habe, sagt Peter Pickert, dass Verkehrsteilnehmer jetzt zügiger in die Kurve einfahren können.

In Eigenregie, so skizziert der Bezirksvertreter, parkten nun einige Anwohner ihre Wagen entlang der Fahrbahn, um den aus ihrer Sicht zu schnell fließenden Verkehr dadurch zu drosseln. Verboten sei das nicht, meint Pickert, die Verkehrssituation sei eindeutig, parken erlaubt. „Wenn dort keine anderslautenden Schilder stehen, ist das Parken dort gestattet“, erklärt auch Stadtsprecher Volker Wiebels, fügt aber hinzu: „Verkehrsbehindernd, also etwa nah an der Kurve, darf nicht geparkt werden.“

Ein Fahrradweg in diesem Bereich

In der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung 1 hat Peter Pickert eine neue Idee eingebracht, um die Situation zu entschärfen: einen Fahrradweg in diesem Bereich der Max-Halbach-Straße. Pickert erklärt: „Dadurch würde automatisch Parkverbot gelten. Außerdem fiele der Mittelstreifen weg, wodurch man als Verkehrsteilnehmer gezwungen wäre, weiter in die Gegenfahrbahn zu kommen und vorsichtiger zu fahren.“ Dadurch würde die Geschwindigkeit reduziert, meint Peter Pickert.

Zudem hat die SPD-Fraktion in ihrer Anfrage an die BV 1 angeregt, an der Stelle die Geschwindigkeit messen zu lassen. Der Ortspolitiker ist sicher: „Ob da wirklich 70 km/h gefahren wird, weiß ich nicht, aber mehr als 30 km/h ganz bestimmt.“