(Noch) ohne Kraft und Saft

Bislang hat dieser Wahlkampf noch nicht die Aufmerksamkeit vieler Bürgern erreicht. Es wird wohl zurecht eine sehr niedrige Wahlbeteiligung erwartet. Diese Wahlmüdigkeit ist sicherlich kein spezielles Mülheimer Problem. Aber es lohnt sich dennoch genau hinzusehen, warum der Wahlkampf in unserer Stadt noch ohne Saft und Kraft ist.


Die beiden Kandidaten sind sicherlich ehrenwerte Persönlichkeiten aus der Mitte ihrer Parteien, die bislang nicht zum politischen Führungszirkel in unserer Kommune gehörten und einen neuen Anfang wagen könnten. Es sind allerdings in diesem Wahlkampf weder eine Aufbruchstimmung noch sind Perspektiven für unsere Stadt sichtbar. Es bleibt der Eindruck : Egal wer gewählt wird, es wird schon irgendwie weitergehen. Die alten Probleme werden wohl auch die neuen sein.


Allerdings stellt darüber hinaus die Zuwanderung von Flüchtlingen auch in unserer Stadt die größte Herausforderung dar. Viele Bürger sind besorgt und fragen sich, wie diese Herausforderung für alle erträglich bewältigt werden kann. Dazu erwarten die Bürger Antworten. Die Zuwanderung von Flüchtlingen muss endlich als eine gemeinsame Aufgabe von EU, Bund, Land und Kommunen verstanden werden. Im Augenblick besteht der Anschein, dass auch die Stadt Mülheim von Bund und Land keine ausreichende Unterstützung erhält. Vielleicht kann dieser Punkt beim Familienfest der SPD mit der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft am 29. August offen zur Sprache kommen.

 
 

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