Neustart in den Stadtteilen

Stephan Glagla / WAZ FotoPool
Stephan Glagla / WAZ FotoPool
Foto: Stephan Glagla / WAZ FotoPool

Mülheim.. Es gibt einiges, das Eppinghofen und Styrum verbindet: Hier bestehen seit 2009 breite Bildungspartnerschaften, und hier werden sie auch besonders gebraucht. Der dritte gemeinsame Jahresbericht, eben erschienen, markiert zugleich den Neustart dieses Modells.

Die Bilanz für 2011, die man etwa unter www.muelheim-ruhr.de herunterladen kann, umfasst gerade einmal 30 Seiten. Man hat offensichtlich versucht, sie lesefreundlich-locker zu gestalten, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das ist bemerkenswert, da doch alleine die Liste der Bildungspartner eine ganze Seite füllt: von Africa Vision e.V. bis zum städtischen Kindergarten Zauberhöhle.

Gemeinsame Aufgaben

Zu den gemeinsamen Aufgaben und Schwerpunkten gehören: Stärkung von Eltern, Lernen und Sprache, Bildung und Gesundheit. Einige als erfolgreich betrachtete Projekte aus 2011 stellt der Jahresbericht vor. Etwa die regelmäßig gut besuchten Elterncafés in beiden Stadtteilen, in denen Kontakte geknüpft und Informationen vermittelt werden. Oder die Fachkonferenz „Sprachbildung“ Ende November mit rund 150 örtlichen Experten in der Stadthalle.

Hervorgehoben wird auch die Eppinghofer Werkstattwoche „Guter Start in den Tag“ oder das „Sportforum Styrum“, das einen kontinuierlichen Kurs in „Le Parkour“ auf die Beine gestellt hat.

Die Bildungspartnerschaften wurden von 2009 bis Ende 2011 aus Mitteln des europäischen Integrationsfonds (EIF) gefördert. Und nun? „Offiziell sind sie abgeschlossen“, erklärt Dr. Sonja Clausen, Stadtteilkoordinatorin für Eppinghofen, bei der die Fäden zusammenlaufen. „Und verlängert werden solche Projekte nie.“ Aber eine Neuauflage sei bereits bewilligt, die Finanzierung bis einschließlich 2014 gesichert, ebenfalls mit Zuschüssen des EIF.

Zusammenarbeit mit Eltern fördern

Das Folgeprojekt läuft unter der Überschrift „Elternkompetenzwerkstatt“. Dies sei „erst ein Arbeitstitel“, betont Sonja Clausen, „etwas sperrig“. Aber passend, um anzuzeigen, was besonders gefördert werden soll: „Die Zusammenarbeit mit Eltern, auch über Vereine, bei denen sie sich ohnehin schon treffen.“

Seit Anfang diesen Jahres ist auch die Stelle des Styrumer Stadtteilkoordinators wieder besetzt. Michael Schüring hatte sie im August 2011 verlassen, um die Geschäftsführung des CBE zu übernehmen. Sein Nachfolger, Dr. Michael Maas, will unter anderem die Arbeit mit Vätern vor Ort verstärkt angehen.

EURE FAVORITEN