Neue eurokritische Partei stellt sich in Mülheim zur Wahl

40 Mülheimer gehören der neuen eurokritischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) an.
40 Mülheimer gehören der neuen eurokritischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) an.
Foto: WAZ FotoPool/ Ralf Rottmann

Mülheim.. Die eurokritische Partei Alternative für Deutschland (AfD) kann bei der Bundestagswahl am 22. September antreten – das hat der Bundeswahlausschuss am Donnerstag entschieden. Passend dazu flatterte diese Meldung der AfD Mülheim ins Haus: Für den Wahlkreis 118 (Mülheim – Essen I) wurde bereits ein Bundestagskandidat gefunden; Dr. Martin Fritz (56) tritt an.

13.000 Mitglieder zählt die im April gegründete Partei bundesweit; in Mülheim sind es bislang rund 40. „Der Stadtverband ist allerdings auch erst Mitte Juni entstanden“, sagt Sprecher Jochen Hartmann. Der Zulauf sei erfreulich; es trudelten viele neue Mitgliedsanträge ein.

Deutschlandweit zwischen zwei und drei Prozent

Bei jüngsten Wahlumfragen lag die AfD deutschlandweit zwischen zwei und drei Prozent – eine beachtliche Zahl von Menschen also sähe sie gerne im Bundestag. Auch Dr. Martin Fritz möchte ins Parlament einziehen. Ihn treibe die schwierige Situation mit dem Euro um, so die Pressemitteilung.

Nach Ansicht des Wirtschaftswissenschaftlers und Verfahrenstechnikers führt die aktuelle Währungspolitik in Europa „zu einer Katastrophe“. Europa an sich aber sei „eine großartige Sache“, findet der Geschäftsführer der Mülheimer EDV-Firma Office-ED: „Es ist wunderbar, auf einem Kontinent zu leben, im dem Krieg, Hass und Gewalt der Vergangenheit angehören.“

Zumal Fritz auch das andere Europa noch kennt: Er kam in Merseburg/DDR zur Welt. Und weil er mit dem dortigen politischen System große Probleme hatte, floh er 1989 mitsamt Frau und drei Kindern nach Westdeutschland. Was er nicht ahnen konnte: Drei Tage später fiel die Mauer.

 
 

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