Neu aufgestellte Mülheimer Easy Software AG will Millionen investieren

Geht die Easy Software AG bald schon auf Shopping-Tour? Genug Geld dafür hat die AG jedenfalls auf der hohen Kante.
Geht die Easy Software AG bald schon auf Shopping-Tour? Genug Geld dafür hat die AG jedenfalls auf der hohen Kante.
Foto: Oliver Müller
Nach diversen Turbulenzen bei der Easy Software AG rund um Haupteigener Manfred A. Wagner soll nun endlich Ruhe in den Betrieb kehren. Der IT-Spezialist hat sich personell neu aufgestellt, die neue Doppelspitze will die bisherige Unternehmensstrategie prüfen und dabei kräftig investieren.

Mülheim.. Fast zwei Jahre war einer der zwei Chefsessel im Easy-Tower am Hauptbahnhof verwaist, nun ist die Doppelspitze der Easy Software AG wieder komplett. Der Aufsichtsrat berief – unter neuer Führung – nun Willy Cremers zum neuen Vorstand des IT-Unternehmens. Easy steht eine neue Ära bevor – auch soll kräftig investiert werden.

Die Ära Manfred A. Wagner ist beendet. Der größte Anteilseigner hatte – unter dem Druck von Hauptversammlung und im Aufsichtsrat – den Vorsitz im Aufsichtsrat im August niedergelegt. Seine durchgreifende Machtstellung auch im operativen Bereich ist Geschichte, wenn auch noch Bestandteil diverser Klageverfahren.

Die Easy Software AG hat sich personell neu aufgestellt. Der Aufsichtsrat steht mittlerweile unter Führung von Oliver Krautscheid, einem jungen Multi-Aufsichtsrat mit allerdings nicht immer unumstrittenen Aktivitäten im Private-Equity-Segment. Neben ihm ist zuvor schon Stefan ten Doornkaat, Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, installiert worden – seinerzeit von der Hauptversammlung als Contra zu Manfred A. Wagner gesetzt.

"Die AG hat mehr als 16 Mio. Euro auf der hohen Kante"

Das Duo Krautscheid/ten Doornkaat wird die Unternehmensstrategie fortan maßgeblich beeinflussen. Laut Krautscheid hat sich der Aufsichtsrat bei allen großen Aktionären die Zustimmung eingeholt, die außerordentlich gute Liquidität der Gesellschaft für „Investitionen in Produkte, Mitarbeiter und Unternehmensakquisitionen“ zu nutzen. Die AG hat mehr als 16 Mio. Euro auf der hohen Kante. Jetzt, so Krautscheid, werde der Aufsichtsrat die bisherige Unternehmensstrategie „auf den Prüfstand stellen“ und analysieren, welche Wege zu beschreiten seien. „Wir haben dabei freie Hand“, betonte er eine neue Einigkeit aller Großaktionäre, der Easy-Verwaltung und des Aufsichtsrats.

Mitwirken soll der neue Vorstand Willy Cremers, der Führungserfahrung aus der Siemens und der Siemens Nixdorf AG mitbringt. Er soll die Bereiche Finanzen, Vertrieb, Consulting und Service verantworten. Um diese Bereiche ist Vorstand Andreas C. Nowottka nun erleichtert. Auch das soll Raum schaffen für eine strategische Fortentwicklung des deutschen Spezialisten für elektronische Datenarchivierung.

 
 

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