Närrischer Idealismus

Sage noch einer, dass in dieser Stadt nichts ins Rollen gebracht würde. Wer bei den Wagenbauern der mölmschen Karnevalisten sieht, wie sie mit Herz, Hand und Kopf an den Wagen des Rosenmontagszuges arbeiten, ohne danach zu fragen, was sie dafür bekommen, merkt, dass hier noch echte Idealisten am Werk sind, die eine gute Sache voranbringen wollen. „Wir müssen uns selbst an den Ergebnissen unserer eignen Arbeit berauschen“, antwortet ein Wagenbauer auf die Frage, welchen Dank seine Kollegen und er für ihren ehrenamtlichen Einsatz zu erwarten haben.

Dass nenne ich Selbstmotivation, die zeigt: „Narrenmund tut Wahrheit kund“ und zeigt, wie man auch an anderen Baustellen der Stadt (man denke nur beispielhaft an den närrischen Straßenzustand in der City) vorankommen könnte, ohne gleich närrisch werden zu müssen. Doch vielleicht ist eine solche Hoffnung für Baustellen, an denen nicht nur, aber auch mit Steuermitteln gewerkelt wird, ja auch die reinste Narretei.

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