Mülheims Hafenbetrieb noch tiefer in den Miesen

Die Hafenbahn der städtischen Betriebe leidet unter anderem darunter, dass immer mehr Güter per Lkw transportiert werden.
Die Hafenbahn der städtischen Betriebe leidet unter anderem darunter, dass immer mehr Güter per Lkw transportiert werden.
Foto: Christoph Wojtyczka / WAZ FotoPo
Die Stadt Mülheim fährt mit ihrem Hafenbetrieb schon im ersten Halbjahr fast so viel Verlust ein, wie für das ganze Jahr geplant war.

Mülheims seit Jahren hoch defizitärer Hafenbetrieb kommt nicht in ruhiges Fahrwasser. Schlimmer noch: In diesem Jahr droht der Verlust noch deutlich höher auszufallen als die gut 1,2 Millionen Euro, die es 2014 bereits waren.

Schon im ersten Halbjahr hat sich laut aktuellem Bericht der Betriebe der Stadt ein Minus von knapp 900.000 Euro angehäuft. Das Halbjahres- liegt nur rund 10.000 Euro besser als das prognostizierte Jahresergebnis. Trotzdem bleibt Betriebe-Chef Joachim Exner bei seinem Jahresziel – heißt: Der Hafen müsste im zweiten Halbjahr nahezu die schwarze Null schaffen.

Als Grund für das miese Zwischenergebnis nannte Exner jüngst im Betriebeausschuss den „Ausfall von elf Hektar ungenutzter Fläche“ am Hafen – gemeint ist damit das ehemalige Interseroh-Gelände, wo seit vergangenem Jahr kein Schrottumschlag mehr stattfindet. Die Schrottverarbeitung Jost, die von der Weseler Straße dorthin umziehen will, wirkt noch an alter Stätte und kann den Betrieben den Interseroh-Umschlag derzeit nicht ersetzen. Zusätzlich, so Exner, setze sich der Trend der Güterverlagerung auf Lkw fort, so dass der Umschlag am Hafen zuletzt von 1,7 auf 1,4 Millionen Tonnen gesunken sei.

 
 

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