Mülheimerin gewinnt mit „Hähnchen in Estragon-Sauce“

Das Gericht ist ein Klassiker in Meurers Familien- und Freundeskreis.
Das Gericht ist ein Klassiker in Meurers Familien- und Freundeskreis.
Foto: WAZ FotoPool
Dieser Sieg ist allererste Sahne: Linda Meurer hatte bei der Abstimmung die Nase vorn. Jetzt will die 35-Jährige auch den Ruhrgebietstitel einheimsen.

Mülheim.. Der 13. entwickelt sich zum Glückstag für Linda Deckers, pardon, Meurer. Am 13. Juni hat sie ihren Massimo geheiratet, daher der neue Name. Und einen Monat später, am 13. Juli, hat sie bei der Abstimmung fürs beste Mülheimer Rezept im Rahmen der Serie „Das isst der Pott“ gewonnen. Glückwunsch, sagen wir von der WAZ-Redaktion. Das ist, wie sollte man’s anders formulieren: allererste Sahne! Das Hähnchen in Estragonsauce, das so hübsch in Rahm schwimmt, geht für Mülheim ins Rennen um den revierweiten Titel.

Drei Stimmen Vorsprung waren es am Ende, die den Unterschied ausmachten. Nach Auswertung aller Postkarten, E-Mails und Online-Klicks stand am Montagmorgen fest: Linda Meurers Rezept hat die meisten Stimmen, nun ja, abgesahnt. Nur knapp dahinter, und damit auf Platz zwei, landete Christa Dorn mit dem Gericht „Kopfsalat mit Kartoffelwürfeln, gekochten Eiern sowie Pfannkuchen“. Die (gedachte) Bronzemedaille ging an Petra Slickers mit ihrer Variante eines „Endiviendurcheinanders“.

„Ich freue mich total, bin voll stolz“

„Ich freue mich total, bin voll stolz“, jubelte Meurer gestern ins Telefon. Viele Menschen hätten mitgefiebert, ihre Eltern, Freunde, Kollegen. Und als sie dann gestern ihren Sieg per SMS in die Welt hinausposaunte, „sind sofort viele Däumchen und Kleeblätter zurückgekommen“. Sprich, Handy-Symbole, die klar machen: Die Freude ist groß! „Die Kollegen haben sogar gesagt, ich soll ab sofort die Dame in der Kantine vertreten, wenn sie im Urlaub ist. . .“

Essen und Trinken Ganz am Ziel ist Linda Meurer aber noch nicht, „eigentlich geht der Kampf doch jetzt erst los“, sagt die 35-Jährige. Sie will ja nicht nur Stadt-Siegerin sein, sondern am liebsten das ganze Revier erobern, sich also auch durchsetzen gegen die Gewinner der anderen elf Städte, um dann am 1. August mit Starkoch Nelson Müller im Centro das Siegermenü zu präsentieren.

Ganz einfach, fürchtet sie, wird es nicht werden, „auf der Ruhrgebietsbühne mitzuspielen“. Möglicherweise hätten Teilnehmer aus größeren Städten bessere Chancen. „Natürlich wäre es am besten, wenn sich jeder die Mühe machte, die Rezepte in Ruhe durchzulesen, sie nachzukochen und erst dann zu entscheiden.“ Doch sie glaube, dass die meisten Leute ungefiltert für ihren Kandidaten abstimmen, sich also eine Art Städte-Wettkampf entwickeln wird. Um trotzdem ganz vorn dabei zu sein – „das wäre megacool und aufregend“ –, setzt Meurer bei der Abstimmung auch selbst auf Lokalpatriotismus: „Ich brauche die Stimmen aller Mülheimer! Und am besten auch noch die ihrer Freunde aus anderen Städten dazu!“

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