Mülheimer Umweltmarkt vermittelt „Aha-Effekte“

Bananenbrot und andere vegane Leckereien  verkauften Katharina Kuhn und Charline Porte vom neuen Mülheimer Vegan-Bistro „Fair-1-Heim“.
Bananenbrot und andere vegane Leckereien verkauften Katharina Kuhn und Charline Porte vom neuen Mülheimer Vegan-Bistro „Fair-1-Heim“.
Foto: Stephan Glagla / Funke Foto Serv
Der Markt „Fair Flair“ am Ruhrufer ist gut besucht und gibt einen guten Überblick über lokale Anbieter.

Mülheim.. Wie schmeckt denn Honig aus Styrum? Oder aus Heißen? Frank Höppner vom Mülheimer Imkerverein lässt sich nicht lange bitten und reicht ein süßgolden umhülltes Holzstäbchen: Beide Sorten sind lecker, aber auf unterschiedliche Weise. Der Geschmack eines Stadtteils lässt sich exakt bestimmen, meint Höppner, „denn Bienen sammeln nur in einem Umfeld von etwa zwei Kilometern“.

Global denken, lokal handeln – das kann man natürlich auch in Mülheim. Der Umweltmarkt „Fair Flair“ am vergangenen Donnerstag zeigte die Möglichkeiten auf, ökologisch sinnvoll zu agieren: Vom Handwerk bis zur Energiedienstleistung, von der Mode bis zur Gastronomie vermittelte der Markt am neuen Standort zwischen Schleuseninsel und Schloßbrücke einen guten Überblick über überwiegend lokal ansässige Geschäfte.

Bioprodukte und veganes Essen etwa werden immer selbstverständlicher. „Unsere veganen Nussecken waren blitzschnell weg“, erzählt Charline vom „Fair-1-Heim“, und auch das Bananenbrot musste immer wieder nachgebacken werden. Der Saarner Laden hat sich Bio und Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben. „Was nicht verbraucht wird, versuchen wir wiederzuverwerten.“ So entstehen aus Bananenbrot etwa Pralinen.

Vor Ort aktiv sein

Ökologisch handeln heißt auch vor Ort aktiv zu sein: Der Mülheimer Ortsverband von Greenpeace macht auf das weltweite Problem Plastik aufmerksam. Nicht nur am Strand der Dom. Rep. und im Nordpazifik gefährden Tüten, Becher und Co. die Ökosysteme, sondern auch in Mülheim: Jutesackweise haben die Aktivisten Plastikmüll etwa in den Ruhrauen gesammelt – „120 Liter in drei Stunden“, sagt ein Vereinsmitglied.

Welche Bedeutung hat der Umweltmarkt für Mülheim? Umweltdezernent Peter Vermeulen, der auf dem Markt am Donnerstagmittag den Klimaschutzpreis verleiht, ist mit der Entwicklung und Akzeptanz des „Fair Flair“ vor allem am neuen Standort Ruhrufer sehr zufrieden. „Das Engagement der Händler und Anbieter vor Ort ist toll. Für viele Besucher bietet der Markt echte Aha-Effekte. Man erfährt, wie man mit kleinen Änderungen im Verhalten etwas bewirken kann.“

EURE FAVORITEN