Mülheimer ÖPP-Schulsanierung 9,6 % teurer als kalkuliert

Die Willy-Brandt-Gesamtschule, mit Licht in Szene gesetzt.
Die Willy-Brandt-Gesamtschule, mit Licht in Szene gesetzt.
Foto: WAZ FotoPool

Mülheim. Weder der Bau der Hauptfeuerwache noch die Sanierung des Historischen Rathauses sind ohne beträchtliche Kostensteigerungen über die Bühne gegangen. Auch die in öffentlich-privater Partnerschaft sanierten Schulen (Luisen-, Karl-Ziegler- und Willy-Brandt-Schule) werden sich deutlich stärker als kalkuliert als Haushaltslast erweisen. Laut nicht-öffentlichen Papieren der Verwaltung, die der WAZ vorliegen, sind aus anfangs kalkulierten Baukosten von 52 Mio. schlussendlich 57 Mio. Euro geworden – Steigerung: 9,6 %.

Insbesondere überraschend aufgetretene, weil im Vorfeld nicht mit angemessenem Aufwand aufzuspürende Mängel an der Bausubstanz hat der Immobilienservice schon während der Bauzeit als Grund für Mehrkosten angegeben. Allein schon die Steigerung bei den Baukosten hat ihre Bedeutung für den städtischen Haushalt. Aber das Projekt ist umfassender.

Unklar bleibt, wie sich das Kostenplus auf die öffentlich-private Vereinbarung zur Schulsanierung auswirkt, die die Stadt mit der Strabag getroffen hat. Zum Projektstart im Juni 2010 hatte es geheißen, dass die Stadt bis zum Vertragsende im Jahr 2035 rund 176 Mio. Euro zu zahlen hätte für die Modernisierung sowie die Bewirtschaftung der Schulen durch die Strabag. Nun dürfte mehr fällig sein. Dem Haushaltsentwurf für 2013 sind Kosten für das Projekt in Gänze nicht zu entnehmen.

 
 

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