Mülheimer nutzen Metropolräder überwiegend im Berufsverkehr

Die Verknüpfung von Bahn und Metropolrad funktioniert immer besser.
Die Verknüpfung von Bahn und Metropolrad funktioniert immer besser.
Foto: Christoph Wojtyczka / WAZ FotoPo
Immer mehr Menschen in Mülheim nutzen die im Stadtgebiet verteilten Leihfahrräder von Metropolrad Ruhr. Besonders gefragt sind die Räder im Berufsverkehr. Insgesamt hat die Anzahl der Ausleihen 2013 um 26 Prozent zugenommen. Etwa zwei Drittel der Nutzer sind Stammkunden.

Mülheim. Das Metropolrad Ruhr sieht Frank Schellberg, Geschäftsführer der Pia-Stiftung, auf einem guten Weg. Auch wenn das Ziel noch nicht erreicht ist. Die Entleihzahlen sind im vergangenen Jahr um gut 26 Prozent angestiegen. 4607 Mal wurde ein Rad ausgeliehen. Im Vorjahr waren es noch 3650 und im Jahr davor lediglich knapp 2000. Das bedeutet, dass rein rechnerisch jedes der 150 in der Stadt stationierte Rad im vergangenen Jahr alle 12 Tage ausgeliehen wurde, im Jahr zuvor waren es noch alle 15 Tage.

Diese deutliche Dynamik ist es, die Schellberg zufriedenstellt. Er geht auch davon aus, dass sie anhält. Er sieht in den Studenten einen wesentlichen Wachstumsmotor. Eine Reduzierung der Fahrraddichte oder eine Ausdünnung der Stationen ist zumindest für Mülheim kein Thema. Die Stadt liegt in der Rangfolge der neun beteiligten Städte nach Dortmund, Bochum, Essen und Duisburg auf Platz 5. „Es entwickelt sich in die richtige Richtung“, sagt Schellberg.

Zwei Drittel der Nutzer sind Stammkunden

Insgesamt habe das Metropolrad die Hürde von 100.000 Ausleihen übersprungen und damit die Anzahl der Ausleihen verdoppelt. Intensiv wird das Rad im Berufsverkehr genutzt, worauf die Ausleihspitzen in den Morgenstunden gegen 7 Uhr, mittags und nachmittags gegen 17 und 18 Uhr hindeuten. Etwa zwei Drittel der Nutzer sind Stammkunden. Bei einer Befragung unter 700 Nutzern sei das Verleihsystem mit gut bis sehr gut bewertet worden.