Mülheimer „Kranwasser“ von guter Qualität

Bei dem am Donnerstag von der Stiftung Warentest veröffentlichten Vergleichstest von Mineral- und Leitungswasser wurde der „Kranenberger“ aus 28 Städten untersucht. Das aus der Ruhr gewonnene Trinkwasser war zwar nicht mit dabei. Doch zeigten die von der Stiftung Warentest thematisierten Stoffe, dass es für viele Wasserversorger immer aufwendiger werde, Trinkwasser in der gewohnt hohen Qualität bereitzustellen, sagte der Mülheimer Wasserversorger RWW auf Anfrage.

„Die Zunahme von Stoffspuren geht ursächlich auf den ansteigenden Arzneimittelverbrauch und die zum Teil nicht sachgerechte Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zurück“, heißt es in einer Mitteilung des Wasserversorgers.

Die Mülheimer müssten sich aber um die Qualität des Trinkwassers keine Sorgen machen: „Das an die Kunden der RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft gelieferte Trinkwasser ist von sehr guter Qualität“, heißt es. Das Wasser aus der Ruhr werde während und nach der Aufbereitung laufend kontrolliert und erfülle alle Anforderungen der Trinkwasserverordnung. Diese gehöre zu den strengsten Trinkwasserregelwerken weltweit.

Die Festlegung, auf welche Stoffe das Trinkwasser regelmäßig zu testen sei, obliege Umweltbundesamt, Gesundheitsämtern, Verbänden und wissenschaftlichen Instituten.

RWW fordert eine deutliche Stärkung des Verursacher- und Vorsorgeprinzips. Grundsätzlich müsse es das Ziel sein, Verschmutzungen an der direkten Quelle zu vermeiden, damit diese erst überhaupt nicht in die Gewässer wie Flüsse oder Grundwasser gelangen könnten.

Auch die Hygiene in der Hausinstallation spiele eine wichtige Rolle für die Qualität des Trinkwassers, darauf verweist die RWW: Für eine einwandfreie Qualität bis zum Hauptabsperrventil sei RWW zuständig - danach aber der Eigentümer. Die Wasserinstallation im Haus müsse dem technischen Standard entsprechen und regelmäßig gewartet werden. RWW rät: Um eine keimfreie Qualität zu gewährleisten, müssten selten genutzte Wasserhähne regelmäßig gespült werden. Ungenutzte Kräne sollte man stillegen. Den Geschmacksvergleich mit Mineralwässern musste RWW übrigens in der Vergangenheit nicht scheuen: Bei Blindverkostungen mit Mineralwassersorten schnitt das Mülheimer „Kranwasser“ stets gut ab.

 

EURE FAVORITEN