Mülheimer Grundschule Heinrichstraße setzt auf Sport

Sportlich geht es zu in der Turnhalle der Gemeinschaftsgrundschule an der Heinrichstraße.
Sportlich geht es zu in der Turnhalle der Gemeinschaftsgrundschule an der Heinrichstraße.
Foto: WAZ FotoPool
In der Grundschule an der Heinrichstraße setzt man auf ein breites Sportangebot, welches das soziale Miteinander fördern soll. Grundschule müsse „bilden und erziehen - ohne sich in die familiäre Erziehung einzumischen“, findet Schulleiter Martin Zeller.

Mülheim.. Die Meldung vom 13. März passt zur Gemeinschaftsgrundschule an der Heinrichstraße wie der Ball in den Korb: Ihre 1. Basketball-Mannschaft war nicht zu stoppen und zu toppen - und wurde überlegen Stadtmeister. Sport ist ein Schwerpunkt, den die dreizügige Grundschule seit Jahren pflegt.

Es gibt nicht nur verschiedene Sport-AGs und das legendäre Hühnerball-Turnier, sondern auch regelmäßig einen besonderen Sporttag. „Am Mittwoch haben alle Sport – und zwar immer zwei Klassen aus verschiedenen Jahrgängen zusammen. In jeder zweiten Woche werden sämtliche Großgeräte von älteren Schülern schon um 7.30 Uhr in der Turnhalle aufgebaut, damit allen Kindern auch viel Zeit bleibt, um sie auszuprobieren“, berichtet Schulleiter Martin Zeller, der selber Coach der Basketball-AG ist.

Sport – jahrgangsübergreifend organisiert – fördert das soziale Miteinander und das ist dem Lehrerkollegium hier an der August-Schmidt-Straße sehr wichtig. „Gemischt“ wird daher auch bei anderen Gelegenheiten. Etwa am Basteltag und in der Vorlesewoche oder in den sogenannten „Lernstudios“: Die Schüler eines jeden Jahrganges werden nach Leistungsniveau in drei Gruppen eingeteilt und von sechs Lehrkräften ganz speziell gefördert - vor allem in den Hauptfächern. „Ein Zusatzangebot. Die wesentliche Förderung findet natürlich im Unterricht in der eigenen Klasse statt“, erläutert Zeller.

Projekt "Sachunterrichtstag"

Ein Projekt, dass er und sein Kollegium im kommenden Schuljahr neu einführen wollen: ein wöchentlicher „Sachunterrichtstag“ (mit einer Doppelstunde Sachkunde) für gemischte Lerngruppen (aus Klasse 1 und 2 bzw. 3 und 4). „Ein Thema des Sachunterrichts soll in vier Doppelstunden intensiv und handlungsorientiert behandelt werden. In den nächsten vier Wochen dann ein anderes, usw.“, erklärt der Rektor und meint damit spannende Inhalte wie: der Strom, der Mensch, das Ruhrgebiet, die Indianer, der Magnetismus, uvm. „Jeder Lehrer ist nur für ein Thema zuständig, unterrichtet es das ganze Jahr über in den verschiedenen Gruppen – und kann es daher viel breiter und gründlicher vorbereiten“, sagt Zeller.

Was Grundschule leisten muss? „Bilden und erziehen - ohne sich in die familiäre Erziehung einzumischen“, sagt der Schulleiter, er glaubt an die Formel: „Erziehung durch Beziehung“. Zwischen Lehrern und Schülern müsse eine persönliche Bindung bestehen. Die Heinrichstraßen-Schule wolle Wissen vermitteln und Selbstständigkeit und Toleranz fördern. Grundsätzlich gelte: „Alle Kinder sollen sich hier vier Jahre lang wohlfühlen.“ Dann klappe es auch mit dem Lernen . . .

Kinder werden in der OGS betreut

Wie ein Dorf ist das Schulgelände der Heinrichstraßen-Schule angelegt. Neben dem Hauptgebäude, in dem es auch eine Schulbücherei, einen Computerraum und ein Beratungsraum gibt, gruppieren sich rund um den Schulhof das neue Gebäude des Offenen Ganztages (OGS), die Turnhalle, die Laufbahn mit Sprunganlage und die „Villa“, in der die „Verlässliche Grundschule“ (8 bis 13/14 Uhr) mit ihren zwei Gruppen untergebracht ist.

Die OGS hat derzeit drei Gruppen, die von sechs Mitarbeiterinnen betreut werden. Sie bietet neben Mittagsessen und Hausaufgabenbetreuung auch viele AGs, darunter Sport-Gruppen wie Badminton, Tanzen, Basketball an. „Wir haben aber auch Arbeitsgemeinschaften für die Nicht-OGS-Kinder nach 16 Uhr“, sagt Schulleiter Martin Zeller. Dazu zählen so spannende Kurse wie Einradfahren oder auch Latino-Dance.

In der Grundschule an der August-Schmidt-Straße 30 wird neben dem motorischen aber auch das musikalische Talent der Kinder geweckt und gefördert. Es gibt zum Beispiel das Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ (JeKi) und auch einen eigenen Schulchor, in dem sich die Kinder engagieren.

 
 

EURE FAVORITEN