Mülheimer Familien machen aufregende Moldau-Reise

Die wissbegierige Greta Gazzetta, gespielt von Konzertpädagogin Dr. Ulrike Schwanse, in ihrem Moldau-Boot am Sonntag in der Stadthalle.
Die wissbegierige Greta Gazzetta, gespielt von Konzertpädagogin Dr. Ulrike Schwanse, in ihrem Moldau-Boot am Sonntag in der Stadthalle.
Foto: Michael Dahlke
  • Bedřich Smetanas bekannteste Komposition „Die Moldau“ begeisterte in der Stadthalle
  • Konzertpädagogin Dr. Ulrike Schwanse schlüpfte ins Gewand von Greta Gazzetta
  • Wie nebenbei erfuhr die Zuhörer viele Details über die Musik

Mülheim..  Bedřich Smetanas bekannteste Komposition „Die Moldau“ ist mit ihrer Bildsprache ein fabelhaftes Beispiel für Programmmusik mit Tonmalerei. Sie ist eine von sechs sinfonischen Dichtungen, die Smetana über Tschechien komponierte und zusammen „Mein Vaterland“ nannte. Weil sie so melodisch, so bildhaft und eingängig ist, eignet sich „Die Moldau“ so gut für ein Familienkonzert, wie es am Sonntag in der Stadthalle zu erleben war.

Die Konzertpädagogin Dr. Ulrike Schwanse schlüpfte für ihre kindgerechte Moderation des Konzertes in das Gewand der wissbegierigen Greta Gazzetta, die über Tschechien einen Reisebericht verfasst. Dafür startet sie in Prag und nimmt das Publikum mit auf ihre aufregende Reise von der Moldau-Quelle über den 440 km langen Fluss bis zurück nach Prag. Dabei erleben wir eine Jagdszene im Wald, eine Bauernhochzeit am Flussufer, eine Nacht erfüllt mit Träumen von Nymphen und Elfen und eine wilde Fahrt über Stromschnellen. Wie nebenbei erfährt der Zuhörer viele Details über die Musik, ihre Entstehung und über die Instrumente, die die Themen so bildhaft darstellen. Die Querflöten beschreiben die Quelle, die Streicher das gurgelnd fließende Wasser, die Hörner die Jagd und die Klarinetten laden zum Polkatanzen bei der Hochzeit ein.

Studentenorchester Münster unter der Leitung von Dirigent Cornelius During

Das Studentenorchester Münster hat unter der Leitung seines Dirigenten Cornelius During nicht nur eine musikalisch niveauvolle Leistung gezeigt, sondern sich auch tänzerisch und schauspielerisch eingesetzt und damit als ideale Besetzung für das junge Familienpublikum im restlos ausverkauften Theatersaal erwiesen.

Anja Schöne war Regisseurin vieler kreativer Regie-Ideen, zu denen auch kleine tänzerische Einlagen gehören, die mit zahlreichen Kindern mehrerer Mülheimer Grundschulen einstudiert und ins Konzert integriert wurden – darunter die Hölter-, Katharinen-, Saarnberg- und Oembergschule, deren vierte Klassen passend die Moldauwellen imitierten. Auch die Kinder und Erwachsenen im Publikum wurden durch Klatschen und Schnipsen zu den Pauken- und Trommelschlägen der Stromschnellen miteinbezogen.

Der Kulturbetrieb, das Schulamt und die Stadthalle unterstützen das Projekt seit langem und ermöglichten, dass in drei Konzerten an einem Tag ein Großteil der Grundschüler an diesem Erlebnis klassischer Musik teilhaben konnten.

 
 

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