Mülheimer erfindet Gärd, die glückliche Marzipankartoffel

Gärd in Groß: Sascha Dörger bietet Kindergärten und Grundschulen an, diese große Filzpuppe für Lesungen kostenlos auszuleihen.
Gärd in Groß: Sascha Dörger bietet Kindergärten und Grundschulen an, diese große Filzpuppe für Lesungen kostenlos auszuleihen.
Foto: FUNKE Foto Services
„Aus dem Bauch heraus“ hat Sascha Dörger auf einer Zugfahrt die Geschichte von Gärd erzählt – und das passt prima, ist Gärd doch eine Marzipankartoffel.

Mülheim.. Alle Feldversuche haben’s bewiesen: Gärd bringt Kinder zum Grinsen. Und die knollennasige Marzipankartoffel lächelt zurück. Denn Gärd ist von Grund auf glücklich, ein Optimist, der auszieht, um die Welt zu erkunden. Grafik-Designer Sascha Dörger hat ihn und seine Geschichte erfunden, Erzieherin Marie Böttcher hat ihm Form gegeben. Entstanden ist so ein Heft, das ab sofort erhältlich ist und von Freiheit und Freundschaft erzählt.

Ganz am Anfang des 25-Seiten-Heftchens steht „die Geschichte der Geschichte“. Die begann im Zug, auf dem Rückweg vom Aachener Weihnachtsmarkt. Müde vom stundenlangen Stöbern verlangten die Freunde eine Gute-Nacht-Geschichte. „Aus Scherz habe ich dann gesagt: Es war einmal die Marzipankartoffel Gärd. . .“, erzählt Sascha Dörger. Während dieser Zugfahrt entstand das Abenteuer der süßen Kugel, die auszieht, um die Welt zu entdecken, und am Ende mit all ihren Freunden auf dem Weihnachtsmarkt landet. „Aus dem Bauch heraus“ habe er die Geschichte erzählt, sagt Sascha Dörger – was passt, schließlich geht es um eine Marzipankartoffel.

Kakao, der besten Freund der Marzipankartoffel

Die Geschichte wurde ein Selbstläufer im Freundeskreis und irgendwann entschied Sascha Dörger, sie tatsächlich zu Papier zu bringen. Und da er Grafik-Designer ist, sollte es natürlich ein Bilderbuch werden. „Ich habe verschiedene Möglichkeiten durchgespielt. Am Anfang hatte ich ganz simple Zeichnungen“, erklärt der Saarner. Doch dann traf er durch Zufall Marie Böttcher. Die Erzieherin bastelt gerne, mit Vorliebe mit Filz, und wagte sich daran, Gärd nach den Vorgaben Sascha Dörgers zu gestalten. Drei Anläufe brauchte es, dann war Gärd fertig und damit auch die Grundlage für seine Freunde geschaffen: für Mama Mandel, für das Marzipanschwein und Kakao, den besten Freund der Marzipankartoffel. Die knubbeligen Filz-Figuren wurden auf Fotos in Szene gesetzt und um kurze Texte auf Deutsch und Englisch ergänzt.

Rund sechs Monate arbeitete der Grafik-Designer in seiner Freizeit an dem Heft – und entwickelte zudem eine Webseite inklusive Webshop, in dem man nicht nur das Heft, sondern auch Gärds Marzipankartoffel-Freunde, Postkarten und Poster kaufen kann. Denn je länger Dörger sich mit seiner Kreation beschäftigte, desto mehr Ideen hatte er. „Damit kann man nicht reich werden“, sagt er, „aber ich habe auf jeden Fall Spaß gehabt – auch wenn es viel Arbeit war.“

Er kann sich durchaus vorstellen, weiterhin mit Gärd zu arbeiten, spielt bereits mit der Idee einer Fortsetzung. Nach der in der Weihnachtszeit spielenden, Geschichte werde es vielleicht Zeit für eine „Sommeredition“. Immerhin sind Gärd und seine Marzipankartoffel-Gang leidenschaftliche Surfer.

 
 

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