Mülheim sucht neuen Gastronomen für den Raffelberg

Foto: Stephan Glagla / Funke Foto Serv
Die Stadt und die Sol Kulturbar haben sich nicht auf eine weitere Zusammenarbeit im Theater an der Ruhr einigen können.

Mülheim. Keine Einigung gibt es bisher zwischen dem Theater an der Ruhr und der Stadtverwaltung auf der einen sowie den Betreibern der Sol-Kulturbar und der Bürgerinitiative „Save My Sol“ auf der anderen Seite. Zu mehreren Gesprächsrunden haben sich Vertreter beider Seiten bereits getroffen – stets unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Beide Seiten sind zerstritten. Den Pachtvertrag für die Sol-Kulturbar hatte die Stadt lediglich noch um drei Monate bis zum Jahresende verlängert, um eine Einigung zu erzielen. Ein Kompromiss ist bis heute nicht in Sicht.

Hakan Mengil, einer der Betreiber des „Sol“, sieht sich „auf Augenhöhe“ mit dem Theater an der Ruhr und möchte „unter gleichen Bedingungen“ mit der Stadt verhandeln. „Wir wollen ein Theater mit Restaurant und kein Restaurant mit Theater“, betont dagegen Dezernent Ulrich Ernst. Er gehört ebenso zu den Gesprächsteilnehmern wie Heiner Waldmann von der Bürgerinitiative „Save My Sol“, der fragt „Zerstört Hochkultur Nischenkultur?“

2000 Unterschriften hat die Initiative für den Erhalt der Kulturbar neben dem Theater an der Ruhr gesammelt. Auch der Speldorfer SPD-Ortsverein und der Ortsverband der CDU machen sich in einer Erklärung dafür stark. Ob der Vertrag für das Sol im Raffelbergpark verlängert wird, ist offen.

Ein für alle offenes Verfahren

Klar ist. „Der städtische Immobilienservice wird bald eine Ausschreibung für die Räume am Raffelberg vorbereiten. Darauf können sich interessierte Gastronomen dann bewerben“, stell Ulrich Ernst klar.

Dies sei ein für alle offenes Verfahren. Aber es wird klare Regelungen enthalten, wie das Zusammenspiel zwischen Theater und Restaurant funktionieren soll. Streitigkeiten um die Regie sollen damit für die Zukunft ausgeschlossen sein. Mehrere Bewerber gebe es bereits, heißt es im Rathaus. Ob die Betreiber der Sol-Kulturbar ebenfalls ihre Bewerbung abgeben, bleibt bisher offen.

Niemand im Rathaus zweifelt am Engagement und der Arbeit der „Sol“-Betreiber. „Aber es gibt Regeln, die jeder Pächter einhalten muss“, sagt Dezernent Ulrich Ernst.

 
 

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