Mülheim

Mülheim: SEK-Einsatz bei Abschiebung – DAS passiert jetzt mit der libanesischen Familie

Das SEK war am Donnerstag an einer städtischen Unterkunft in Mülheim im Einsatz.
Das SEK war am Donnerstag an einer städtischen Unterkunft in Mülheim im Einsatz.
Foto: Rene Anhuth / ANC-NEWS

Mülheim. Die geplante Abschiebung einer libanesischen Familie aus Mülheim, entwickelte sich am Donnerstag zu einem Drama. Beamte der Zentralen Ausländerbehörde wollten eine Mutter (39) und ihre drei Söhne (10,16 und 19) nach Spanien überstellen. Dann eskalierte die Lage.

Die 39-Jährige zückte ein Messer, drohte damit sich umzubringen. Weil die Lage außer Kontrolle schien, riefen die Beamten ein Spezialeinsatzkommando (SEK) um Hilfe. Zur Abschiebung kam es nicht. Das Schicksal der Familie sei aber nur vertagt, sagt Volker Wiebels, Sprecher der Stadt Mülheim.

SEK-Einsatz bei Abschiebungsversuch in Mülheim: So geht es jetzt weiter

Zwar befinde sich die Familie weiterhin in Mülheim. Doch die erneute Abschiebung werde vorbereitet, bestätigte der Stadtsprecher gegenüber DER WESTEN.

Bis es dazu kommt, wird allerdings noch einige Zeit ins Land gehen. Der Grund: Es müssten neue Flüge nach Spanien gebucht werden und Personal bei der Bundespolizei angefragt werden.

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Mutter von Kindern getrennt

Die 39-Jährige sei vorerst wegen ihres angedrohten Selbstmords in eine psychiatrische Einrichtung eingeliefert worden. Ihre beiden minderjährigen Kinder seien in einer Betreuungseinrichtung.

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Nur der älteste Sohn durfte in der städtischen Einrichtung bleiben. Warum die Polizei jetzt gegen die Mutter und einen ihrer Söhne ermittelt, erfährst du hier >>>

Darum soll die Familie nach Spanien abgeschoben werden

Die Familie hatte sich nach ihrer Flucht in die Europäische Union zunächst in Spanien gemeldet. Dort soll der Asylantrag gemäß dem Dubliner Übereinkommen nun auch geprüft werden.

>>Anmerkung der Redaktion<<

Normalerweise berichten wir nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.

Wer unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leidet oder jemanden kennt, der daran leidet, kann sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.

 
 

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