Mülheim

Mülheim: Schlimme Panne bei der SPD – So kam der „Verschissmuss“-Fehler wirklich auf den Trauerkranz

Mülheim: Sowohl die SPD als auch der Blumenhändler und der Schleifendrucker äußerten sich zu dem fehlerhaften Kranzaufdruck. (Symbolbild)
Mülheim: Sowohl die SPD als auch der Blumenhändler und der Schleifendrucker äußerten sich zu dem fehlerhaften Kranzaufdruck. (Symbolbild)
Foto: imago images / Arnulf Hettrich

Mülheim. Der fehlerhafte Kranz der SPD Mülheim zum Volkstrauertag hat für Wirbel gesorgt. Die rote Schleife war mit den Worten „Den Opfern von Krieg und Verschissmuss“ beschriftet. In Auftrag gegeben habe die SPD allerdings „Faschismus“.

Die SPD Mülheim hat angekündigt, nun rechtliche Schritte zur Aufklärung des Vorfalls einzuleiten. Auch der Blumenhändler sowie der Inhaber der Schleifendruckerei äußerten sich nun gegenüber der „Bild“.

Mülheim: SPD will Trauerkranz-Vorfall aufklären

Die SPD erklärte in einem Facebook-Post, dass man seit Jahren mit der gleichen Mülheimer Gärtnerei zusammenarbeite. Diese wiederrum „arbeitet seit fast einem Jahr mit einer Essener Schleifendruckerei zusammen, so dass diese in diesem Jahr erstmalig für unseren Kranz geliefert hat“, schreibt die SPD Mülheim in einem Facebook-Post.

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Laut Heinz Hartmann, dem Geschäftsführer des Blumenladens in Mülheim, habe die SPD der Floristin den gewünschten Text telefonisch mitgeteilt. Die habe per Hand mitgeschrieben. Dabei sei es vermutlich zu dem Fehler gekommen.

Druckerei kontrolliert Texte nicht

Die handschriftliche Notiz habe sie anschließend an die Druckerei gefaxt. Die Schleifendruckerei drucke genau das, was in Auftrag gegeben werde, sagte Heinz-Jürgen Jahnke, Inhaber der Schleifendruckerei, der „Bild“. Die Texte auf den Bändern würden nicht eigens kontrolliert.

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„Die Essener Firma erklärte gegenüber der Gärtnerei-Mitarbeiterin, man habe aus dem 'F' ein 'V' herausgelesen und 'sich nichts weiter gedacht'“, schrieb die Mülheimer SPD dazu in dem Facebook-Beitrag.

Das Blumengeschäft habe den Kranz dann im Auftrag der SPD zum Mahnmal geliefert. Dort sei der Fehler zu spät aufgefallen.

SPD Mülheim bedauert den Vorfall

Die SPD will in dem Fall weiter nachhaken. „Dies erklärt für uns nicht die falsche doppelte Verwendung von „SS“ im Neologismus 'Verschissmuss'. Eine Fehlereinsicht und plausible Erklärung können wir leider nicht wahrnehmen“, heißt es seitens der Partei.

Man bedauere, dass die Bedeutung des Volkstrauertages wegen des Vorfalls in den Hintergrund geraten sei. Dieter Spliethoff, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion im Rat der Stadt, bezeichnete den Vorfall als „Riesen-Fehler“. (vh)

 
 

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