Mülheim

Mülheim: Museums-Mitarbeiter machen gefährliche Beobachtung an der Ruhr – „Muss das sein?“

Mitarbeiter des Haus Ruhrnatur in Mülheim ärgern sich über ein Verhalten von Spaziergängern an der Ruhr. (Symbolbild)
Mitarbeiter des Haus Ruhrnatur in Mülheim ärgern sich über ein Verhalten von Spaziergängern an der Ruhr. (Symbolbild)
Foto: Oliver Müller / FUNKE Foto Services

Mülheim. Während der Kältewelle in der vergangenen Woche sind Teile der Ruhr in Mülheim gefroren.

Mitarbeiter des Museums „Haus Ruhrnatur“ in Mülheim haben dabei auf der Eisfläche des Flusses eine gefährliche Beobachtung gemacht. Auf Facebook machten sie ihrem Ärger Luft.

Mülheim: Museums-Mitarbeiter wütend – „Die Ruhr ist keine Müllkippe!“

Was das Museum so aufregt? Massenweise Brot und Haferflocken, die Spaziergänger immer wieder am Ufer und in der Kältewelle sogar auf dem Eis der Ruhr abladen würden.

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„Muss das sein?“, ärgert sich das Museum in einem Facebook-Post und schimpft: „Die Ruhr ist keine Müllkippe!“ Die Erklärung, warum das Brot so problematisch ist, liefern die Verantwortlichen gleich mit.

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Mülheim-Museum warnt: „Bringt den Tod“

Menschliche Nahrung mache Enten, Gänse und Schwäne krank. Zwar würden Wasservögel davon magisch angezogen. Aber: „Dann bringt das falsche Futter Bauchweh, Kropfentzündung oder sogar den Tod.“

Das übrig bleibende Brot locke außerdem Ratten an, die Krankheiten übertragen können.

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Das ist das Haus Ruhrnatur

  • Naturerlebnismuseum in Mülheim
  • Gehört zur Rheinisch- Westfälischen Wasserwerksgesellschaft
  • Gelegen auf einer Insel der Ruhr (Alte Schleuse 3)
  • Ausstellung in einem ehemaligen Schülerbootshaus

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Wenn das Brot zu allem Überfluss noch ins Wasser gelangt „fault es und entzieht dem Wasser Sauerstoff, so dass im Wasser lebende Fische und Kleintiere gefährdet werden“, klären die Mitarbeiter aus dem Haus Ruhrnatur in Mülheim auf.

Der dringende Rat, den auch der Landesbund für Vogelschutz (LBU) vertritt: Wildtiere sollten im besten Fall gar nicht gefüttert werden. „Falsches Füttern schadet mehr als es nützt“, so der LBU.

Das Mülheimer Museum ergänzt: „Bitte füttern Sie Wasservögel gar nicht, auch nicht mit Mais oder Gerste. Es handelt sich um Wildtiere und die Natur hat ihr eigenes Gleichgewicht.“ (ak)

 
 

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