Mülheim

Mülheim: Neue Enthüllungen im Polizei-Skandal! Innenministerium spricht von „Rassismus, Sexismus, Homophobie etc.“

Mülheim: Das Düsseldorfer Innenministerium enthüllt neue Details im Polizei-Skandal. (Symbolbild)
Mülheim: Das Düsseldorfer Innenministerium enthüllt neue Details im Polizei-Skandal. (Symbolbild)
Foto: Roland Weihrauch/dpa / IMAGO / Hans Lucas

Mülheim. Die mutmaßlich rechtsextremen Whatsapp-Chatgruppen von Polizisten vor allem aus dem Polizeipräsidium Essen/Mülheim beschäftigt weiter das Düsseldorfer Innenministerium. Das Innenministerium hat jetzt Auszüge eines noch internen Sonderberichts zu den umstrittenen Chatgruppen bei der Polizei in Mülheim an der Ruhr veröffentlicht.

Die Rede ist von „Rassismus, Sexismus, Homophobie etc.“

Mülheim: Innenministerium macht neue Enthüllungen im Polizei-Skandal

Wörtlich heißt es demnach in dem rund 30-seitigen Papier: „Das Handeln der Treiber und Unterstützer ging deutlich über das Posten rechtsextremistischer, fremdenfeindlicher, rassistischer und antisemitischer Inhalte hinaus.“ In den Chatgruppen von Polizisten aus Mülheim sei es um „Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Islamphobie, Sexismus, Homophobie etc.“ gegangen.

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Auslöser für die frühzeitige Veröffentlichung dieser Passage des Berichts, der dem Innenministerium nach eigenen Angaben erst seit Montag vorliegt: Essens Polizeipräsident Frank Richter hatte seinerseits an das Ministerium geschrieben, dass „es sich nach Bewertung der Sonderinspektion nicht um extremistische Chatgruppen gehandelt hat“.

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Nazi-Skandal bei der Polizei zusammengefasst:

  • 29 Beamte werden verdächtigt, an mindestens fünf rechtsextremen Chat-Gruppen beteiligt gewesen zu sein
  • alle Verdächtigen wurden suspendiert
  • Verschickt wurden: Hitlerabbildungen, Hakenkreuzsymbole auf Fahnen oder Geburtstagskuchen, fiktive Darstellung eines Flüchtlings in einer Gaskammer
  • Gegen elf Polizisten wird strafrechtlich unter anderem wegen Volksverhetzung ermittelt
  • Vorallem betroffen: Polizeipräsidium Essen
  • Großteil der Gruppe hat in der Vergangenheit in der Polizeiwache in Mülheim an der Ruhr gearbeitet, die zum Polizeipräsidium Essen gehört

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Tatsächlich lautet der Satz, auf den sich Richter bezieht, zunächst: „Es handelt sich bei den identifizierten Chatgruppen nicht um extremistische Chatgruppen, sondern um private Chatgruppen...“. Dann heißt es laut Ministerium in dem Bericht aber weiter: „...die durch deviantes Verhalten missbräuchlich genutzt wurden, unter anderem durch das Einstellen von rechtsextremistischen, fremdenfeindlichen, rassistischen und antisemitischen Inhalten“.

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Ergebnis der internen Prüfung soll veröffentlicht werden

Der komplette Bericht der Sonderinspektion der Polizei Essen/Mülheim an der Ruhr soll laut Innenministerium nach seiner hausinternen Prüfung dem Landtag und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. (dpa mit nk) Mehr zum Polizei-Skandal kannst du hier nachlesen >>>

 
 

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