Mülheim

Mülheim: Nahverkehr soll drastisch zusammengestrichen werden – jetzt meldet sich Essens Oberbürgermeister zu Wort

Ist die Straßenbahnlinie 104 bald Geschichte?
Ist die Straßenbahnlinie 104 bald Geschichte?
Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Mülheim. Mit dem Titel „Netz 23“ wurden am Dienstag im Mülheimer Rat Pläne der Stadt und der Ruhrbahn vorgestellt. Beim Nahverkehr in Mülheim soll radikal gespart werden. Jetzt sickerte durch, welche Linien und Busrouten dafür gestrichen werden sollen.

Darüber berichtet die WAZ. Demnach soll der städtische Zuschuss um sieben Millionen Euro jährlich sinken. Um das allerdings zu ermöglichen, muss das Bus- und Bahnnetz in Mülheim um etwa 30 Prozent abgebaut werden.

Mülheim: Einsparungen beim Nahverkehr um 30 Prozent

Das bedeutet: Die komplette Straßenbahnlinie der 104 werde aufgegeben. Auch soll die Strecke der 102 verkürzt werden. Diese soll nicht mehr bis Uhlenhorst, sondern nur noch bis zum Broicher Friedhof fahren.

Bei der Linie 901 gehe es weiter. Diese soll zwischen Duisburg und dem Mülheimer Hauptbahnhof entfallen.

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Doch als Ersatz soll es eine sogenannte Metrobuslinie geben. Diese soll vom Duisburger Zoo über die Duisburger Straße, den Hauptbahnhof und dann zur Aktienstraße in Richtung Essen fahren.

Welche weiteren zahlreichen Änderungen es bei den Buslinien gibt und mehr zu der Taktausdünnung liest du im kompletten Artikel der WAZ

Essener Oberbürgermeister äußert sich zu den Plänen

Nach Bekanntwerden der Pläne hat sich auch Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen eingeschaltet und eine Stellungnahme abgegeben. Dort heißt es: „Die Bürgerinnen und Bürger erwarten einen anschlussfähigen ÖPNV; dieses Angebot zu schaffen, ist unsere Verpflichtung. Die geplanten Kürzungen des Mobilitätsangebotes auf Mülheimer Stadtgebiet sind aus der Zeit gefallen.“

Weiter wolle Kufen sich mit dem Oberbürgermeister Mülheims, Ulrich Scholten, zusammensetzen und das Vorgehen besprechen. (js)

 
 

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