Mülheim

Mülheim: Hund stirbt tragischen Tod – Besitzer mit drastischen Worten: „Du hast sie feige ermordet“

Nach dem Tod ihres Hundes erheben Besitzer in Mülheim schwere Anklage. (Symbolbild)
Nach dem Tod ihres Hundes erheben Besitzer in Mülheim schwere Anklage. (Symbolbild)
Foto: Lina S., imago images / Westend61

Mülheim. Es war ihr zehnter Geburtstag. Es sollte der letzte Tag in ihrem Leben sein. Eine Hündin soll mutmaßlich in Mülheim Opfer einer feigen Giftattacke geworden sein. Das jedenfalls behaupten die Besitzer und erheben anonym schwere Anklage gegen einen angeblichen Täter. Doch die Polizei mahnt.

Dieses Bild wird derzeit in den sozialen Netzwerken verbreitet und stößt auf hohe Aufmerksamkeit in Mülheim: Auf einem Zettel, der auf einem Baum in Mülheim hängt, ist ein Hund abgebildet. Anbei die Daten: Geboren am 16. August 2009, gestorben am 16. August 2019.

Darunter hinterlassen die vermeintlichen Besitzer des Tieres eine traurige und gleichzeitig schwer belastende Botschaft: „Sie war freundlich zu allen Menschen und Tieren. Du hast sie – ohne sie zu kennen – feige mit Gift ermordet und großen Schmerz verursacht.“ Dazu stellen sie die Frage: „Wie kannst du damit leben?“

Hund in Mülheim vergiftet worden? Besitzer klagen an, doch Polizei warnt

Die Botschaft soll in Mülheim-Speldorf am Radweg entlang der Bahntrasse hängen. Bei den Nutzern auf Facebook lösen diese emotionalen Worte große Wut hervor. Die mutmaßlichen Besitzer des Hundes selbst schreiben auf dem Zettel: „Es ist schwer, aber wir wollen versuchen, keinen Hass in unser Herz zu lassen.“

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Eine Frau, die nach eigenen Angaben Anwohnerin ist, hat eine eigene Botschaft unter den Brief der vermeintlichen Hundebesitzer geheftet. Sie wünscht dem angeblichen Giftmörder, dass ihm seine vermeintliche Tat schlaflose Nächte bereiten soll. Ähnlich emotional aufgeladen wird die Diskussion auf Facebook geführt.

Giftmord muss nachgewiesen werden

Ein Sprecher der Polizei warnt deshalb: Mutmaßliche Vergiftungen durch Köder sollten unbedingt nachgewiesen werden, bevor Hundebesitzer mit solchen Botschaften an die Öffentlichkeit gehen. Die Polizei kann erst dann amtlich vor Giftködern warnen, wenn ein Tierarzt nachgewiesen hat, dass das Tier durch Gift gestorben ist, oder wenn Giftköder oder Köder mit Nägeln und Schrauben entdeckt wurden.

Wenn Nachrichten über einen mutmaßlichen Giftmord ohne Beweis verbreitet würden, entstehe eine Hysterie, die niemandem weiterhelfe.

Für Mülheim sei in dem angegeben Zeitraum keine Vergiftung oder das Auslegen von Giftködern angezeigt worden, erklärte der Polizeisprecher.

DER WESTEN hat versucht, Kontakt zu den Besitzern aufzunehmen. Eine Anfrage blieb bislang unbeantwortet. (jg)

 
 

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