Mölmsch Open Air - Umsonst und draußen

Entspannt auf der schattigen Wiese sitzen und den Bands zuhören - das ist der Reiz des Mölmsch Open Airs auf der Freilichtbühne.
Entspannt auf der schattigen Wiese sitzen und den Bands zuhören - das ist der Reiz des Mölmsch Open Airs auf der Freilichtbühne.
Foto: WAZ FotoPool
Freilichtbühne: Das Festival der Regler-Junioren-Crew lockte nicht nur junge Menschen. Zu hören gabes Rock, Reggae, Ska, Indie, Punk, Funk und Soul. Die Wet-Station sorgte für die dringend nötige Abkühlung.

Mülheim.. Die letzten Soundchecks sind abgeschlossen, die kleine Freilichtbühne füllt sich nach und nach mit Besuchern, die sich an dem heißen Samstagnachmittag einen kühlen Platz auf der schattigen Wiese oder an den Tischen unter den großen Sonnenschirmen suchen, in Vorfreude auf einen chilligen Musiktag – Nummer zwei des dritten Mölmsch Open Air-Festivals, veranstaltet von der jungen Regler-Junioren-Crew.

Anna Krüger ist gelassen und gut gelaunt, nicht die Bohne gestresst. „Wir bekommen jede Menge Unterstützung von Freunden und Bekannten und den Reglern, alles läuft super“, sagt die 26-jährige Sozialwissenschaftlerin. „Das Festival ist mittlerweile schon ein Selbstläufer und so bekannt, dass sich viele Bands aus Mülheim und Umgebung um einen Auftritt bei uns bewerben.“ Die Organisation laufe perfekt, die Gruppen träten pünktlich auf, spielten 45 Minuten.

Auf der Decke liegen und Musik hören

„Wir sechs sind zwischen 24 und 28 Jahren alt und kommen alle aus der Musik- und Veranstaltungstechnik“, so Krüger. Anne und Marie haben es sich auf eine Decke gemütlich gemacht, genießen den tollen Gesang des Singer-/Songwriters Jonas Stendel. „Gestern Abend war es richtig voll“, sagt Anne, die auch schon mitgeholfen hat und sich das Festival nicht entgehen lässt. „Ich lass auch mal ein paar Dingen einfach stehen und liegen, wenn so etwas ist“, sagt die Mülheimerin.

Man kenne sich in Mülheim, obwohl das Publikum altersmäßig ziemlich gemischt sei. Viele seien auch regelmäßig mittwochabends in der Freilichtbühne. Marie kommt aus Essen und genießt die Veranstaltung, weil es hier nicht so groß ist. „Sie haben auf dem Pfingst-Open-Air in Essen-Werden geworben. So habe ich davon erfahren.“ Neben Musik gibt es ausreichend zu essen und zu trinken. Der Empanada-Stand „Locura“ ist erstmalig dabei. Die beiden Kölner Jungunternehmer Mario Adam und Keremi Billor haben die leckeren Teigtaschen während ihres freiwilligen sozialen Jahrs in Argentinien kennen gelernt. „Das ist ein cooles Essen, wir wollen es in Deutschland etablieren“, erklärt Adam.

Simmi und Chris, beide auch Mitglied der Mülheimer Band Pinke Pank, hören Stendel zu. Sie sind als nächstes dran mit ihrer seit einem halben Jahr bestehenden Zwei-Mann-Straight-Power-Grunge-Blues-Rock’n’Roll-Band, wie das Programmheft ihr Projekt „The Uncooked“ betitelt. „Es ist richtig schön, hier zu spielen. Die Atmosphäre unter den Musikern und den Reglern ist entspannt und nett“, sagt Jonas „Simmi“ Simmerock.

Dann werden sie auch schon witzig angekündigt von Moderator Gavin, auch Mitglied der Band „Kapitel 7“. Er verweist auf die „Wet-Station“, einen herkömmlichen Rasensprenger auf der großen Freilichtbühne, mit dem sich die Zuschauer etwas Kühlung an diesem bislang heißesten (Musik)-Tag des Jahres verschaffen können.

 

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