Mölmsch 2.0

Die Polizei ist zufrieden. Über 9000 Mal ist in den letzten zwölf Monaten auf den „Gefällt mir“-Button gedrückt worden, wenn die Freunde und Helfer etwas in ihrer Facebook-Gruppe gepostet haben. Ebenso bedanken sich die Polizisten für das gute Diskussionsklima in der Gruppe. Und in der Tat, das Forum hat sich zu einem interessanten Informationskanal über die Arbeit der Polizei entwickelt. Und was die Diskussionskultur betrifft, vielleicht haben auch diejenigen, die im Sozialen Netzwerk unterwegs sind, doch bei der Polizei etwas mehr Hemmungen, sich daneben zu benehmen. Vielleicht gibt es ja auch auf der Datenautobahn ein Strafmandat vom Schutzmann.

Ähnlich beliebt war in der letzten Woche auch die Facebook-Seite der Feuerwehr. Deren Tipps zum richtigen Umgang mit Silvester-Krachern wurde immerhin 53 Mal geteilt. Leider war die Feuerwehr aber trotzdem in der Silvesternacht gefordert, insgesamt 98 Mal mussten die Feuerwehrleute ausrücken, wie sie in einem weiteren Beitrag erläutern. Der Dank der Mülheimer ist ihnen allerdings dafür sicher. In gut 30 Kommentaren bedanken sich jeweils unterschiedliche Mülheimer für den Einsatz. Der Tenor: „Weiter so, Jungs!“

Ruhig war es hingegen in den übrigen Mülheim-Foren. Katerstimmung nach der großen Feier? Jedenfalls dominierten die guten Neujahrswünsche - gerne kombiniert mit Feuerwerkszenen. Mit ungeheurem Fleiß sind lediglich die Mitglieder der „Damals in Mülheim“-Gruppe dabei. Auch an Feiertagen werden unzählige historische Fotos eingestellt. Mittlerweile liefern sich die Gruppenmitglieder schon richtige Duelle: Da wird ein Straßennamen, ein altes Geschäft oder ein bestimmtes Haus genannt - und schon bemühen sich alle, schnell ein passendes historisches Foto einzustellen. Allerdings sorgt das auch nicht für Krach, man sieht es ganz sportlich.

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