Mit neuem Optimismus zur Expo Real

Blick von der Sparkasse auf das neue Stadtquartier Schloßstraße, das am Kaufhof-Standort entstehen soll. Stadtspitze und Wirtschaftsförderung hoffen, dass diese Investition Impulsgeberin für die Trendwende in der City ist.
Blick von der Sparkasse auf das neue Stadtquartier Schloßstraße, das am Kaufhof-Standort entstehen soll. Stadtspitze und Wirtschaftsförderung hoffen, dass diese Investition Impulsgeberin für die Trendwende in der City ist.
Foto: FUNKE Foto Services
In der Innenstadt-Entwicklung ist mit der Investition ins neue Stadtquartier wieder mehr Bewegung drin. Stadt und Wirtschaftsförderung werben in München um weitere Investoren.

Mülheim.. Das wachsende Ruhrbania, das 60-Millionen-Invest am Kaufhof-Standort, auch andere Besitzerwechsel von internationalen Investmentfonds hin zu lokalen Privatinvestoren (Woolworth- und Maredo-Haus) sind nach Jahren des Niedergangs der Mülheimer Innenstadt vielleicht gar schon mehr als ein Indiz für eine mögliche Trendwende. So fahren Vertreter der Stadt nun mit einem wieder gewachsenen Optimismus zur internationalen Immobilienmesse „Expo Real“ nach München.

Nach einem Jahr Pause sind die Stadt und ihre Wirtschaftsförderung „Mülheim & Business“ gemeinsam mit dem Mülheimer Wohnungsbau und dem Geohaus vom 5. bis 7. Oktober wieder mit eigener Präsenz am Messestand der Metropole Ruhr vertreten. „Wir freuen uns, dass wir mit dem geplanten Neubau des Stadtquartiers Schloßstraße auf dem Gelände des ehemaligen Kaufhofs einen Auftakt nach Maß für unseren Umbau der Innenstadt präsentieren können“, freut sich die scheidende OB Dagmar Mühlenfeld auf eine ihrer letzten Dienstfahrten.

Das neue Stadtquartier mit Hotel, Wohnen, Handel (u.a. Lebensmittel), Dienstleistungen, Gastronomie und Fitness-Center wird auf der Messe erstmals mit einem 3D-Modell präsentiert. Der Mülheimer Wohnungsbau als Co-Investor ist überzeugt, dass das Projekt „die Qualität eines Referenzvorhabens für die Umnutzung leerstehender Warenhäuser durch gemischt genutzte Objekte“ hat und auf großes Interesse anderer Städte und Investoren stoßen wird.

Gastronomiekette als Ankermieterin gewonnen

Das Stadtquartier-Projekt wird, so hoffen Stadtspitze und Wirtschaftsförderung, auch zur Wiederbelebung der Innenstadt insgesamt beitragen. Der Büroleerstand ist immens, zudem waren zu Oktober-Beginn 92 Ladenlokale in der City verwaist (Leerstandsquote: 15,7 %). Für jeden Passanten in der Innenstadt ist offensichtlich: Wandel tut not. Mut macht Wirtschaftsförderer Jürgen Schnitzmeier, dass weltweit „viel Kapital unterwegs ist, das nachhaltig rentierliche Projekte sucht. Allein im ersten Halbjahr wurden in Europa 110 Milliarden Euro bei Immobilienobjekten umgesetzt.“ Auch in Mülheim ist Bewegung. Neben dem Kaufhof haben Privatinvestoren aus Mülheim bzw. mit örtlichen Wurzeln das Woolworth- und das Maredo-Haus erworben.

Für Letzteres ist wohl auch schon eine Gastronomiekette als Ankermieterin gewonnen. Es tut sich was, weiß auch Carsten Krein von der Wirtschaftsförderung. Es gebe weitere Signale für Anmietungen, entsprechende Vertragsunterschriften stünden aber noch aus. Die Mülheimer Delegation mit Schnitzmeier, Mühlenfeld, Planungsdezernent Peter Vermeulen und anderen hat für die Expo noch zwei weitere heiße Eisen im Feuer: die Verlagerung des luftverunreinigenden Jost-Schrottbetriebes in den Hafen als Exempel für einen am Ende gelungenen Ausgleich von Wohn- und Gewerbeinteressen und die Ruhrbania-Baufelder 3 und 4.

 
 

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