Mehrheit für neue Sporthalle

Die Stadt soll eine neue Dreifachsporthalle an der Südstraße bekommen. Dafür sprach sich gestern der Sportausschuss nach längerer Debatte aus. Die Stadtverordneten setzten damit ein klares Signal dafür, dass die Luisenschule ab dem nächsten Schuljahr 2016/17 mit dem Aufbau zum Sportgymnasium starten kann.

Möglich wurde der Kompromiss, quasi in letzter Minute, weil der Mülheimer Sportservice (MSS) die Folgekosten für den Hallenbetrieb um mehr als 100 000 Euro pro Jahr gesenkt hat. Dazu präsentierte Martina Ellerwald, Leiterin des MSS, ein Papier, in dem mit zwei Entwürfen konkret aufgelistet ist, wie die notwendigen Betriebskosten von rund 200 000 Euro jährlich bezahlt werden können.

Den Hallenneubau für berechnete sechs Millionen Euro fördert das Land mit mindestens 80 Prozent, vielleicht sogar mehr. „Damit wir auf soliden Füßen stehen, gehen wir von der niedrigeren Fördersumme aus. Die fehlenden 1,2 Millionen Stadtanteil dürfen wir sogar aus den Anteilen der Landessportförderung nehmen“, fügte Ellerwald hinzu.

Vier Ratsmitglieder sind vom Finanzkonzept nicht komplett überzeugt und enthielten sich, während CDU und SPD den Hallenbau tragen. Die neue Sportstätte wird keine Hockeyhalle, betonte Ellerwald. Aber sie biete ab Mitte 2018 auch Vereinen Trainingsmöglichkeiten, was Kapazitäten in anderen Hallen freimache.

 
 

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