Medl wartet auf Geld von Ex-Wohnpark-Betreiber Anderson

Der Wohnpark Dimbeck wurde von 2012 bis 2014 von der Anderson Holding betrieben.
Der Wohnpark Dimbeck wurde von 2012 bis 2014 von der Anderson Holding betrieben.
Foto: www.blossey.eu
Ehemaliger Betreiber des Wohnparks Dimbeck hat Medl-Rechnungen über 186 000 Euro nicht bezahlt. Frühere Anderson-Geschäftsführer nicht auffindbar.

Mülheim.. Der Mülheimer Energiedienstleister Medl wartet noch immer auf viel Geld aus Lieferverträgen mit der Anderson Holding GmbH. „Inzwischen geht es um 186.000 Euro, die noch ausstehen“, erklärt Hans-Gerd Bachmann, Geschäftsführer der Medl, zur rechtlichen Auseinandersetzung. Die in Berlin ansässige Anderson Holding war von 2012 bis Mitte 2014 Betreiber des Wohnparks an der Dimbeck und wurde von der Medl mit Wärme beliefert.

Während dieser Zeit, im Jahr 2013, wurde bekannt, dass seitens der Medl Forderungen an Anderson über rund 170.000 Euro wegen nicht bezahlter Heizkosten-Rechnungen bestehen. Ein Betrag, der sich mittlerweile auf 186.000 erhöht hat. Der Grund für die nicht geleisteten Zahlungen seien angebliche Baumängel gewesen, behauptete die Anderson seinerzeit. Auch sei die Heizung im Seniorenheim zu groß und zu teuer gewesen, so die Berliner Holding damals. Für Medl-Geschäftsführer Bachmann sind das nur „vorgeschobene Gründe“.

Auf Gerichtsurteil einfach nicht reagiert

Das zeige sich nicht zuletzt daran, dass das Landgericht Duisburg Anderson vor rund einem Dreivierteljahr zur Zahlung der ausstehenden Summe verurteilte, so Bachmann. Die Anderson Holding meldete jedoch im vergangenem Sommer Insolvenz an. „Auf das Urteil kam irgendwann keine Reaktion mehr. Auch ein weiteres Versäumnisurteil konnte nicht zugestellt werden “, ärgert sich Bachmann, weil keiner der Verantwortlichen bei Anderson mehr erreichbar sei.

Schon damals hätten die Geschäftsführer mehrfach gewechselt, was auch die Zustellung von Rechnungen erschwert habe, berichtet der Medl-Geschäftsführer. „Nun sind die Verantwortlichen anscheinend untergetaucht. Wir müssen uns selbst auf die Suche nach ihnen machen.“ Die Recherche müsse Medl selbst übernehmen, beispielsweise bei Einwohnermeldeämtern. „Sollten wir einen der Verantwortlichen finden, werden wir Anzeige erstatten“, kündigt Bachmann an. Anderson war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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