MBI wollen mehr statt weniger Buslinien

Neuer Gelenkbus der MVG.
Neuer Gelenkbus der MVG.
Foto: Christoph Wojtyczka / WAZ FotoPo

Mülheim. Mit einem eigenen Konzept für das Busliniennetz gehen die Mülheimer Bürgerinitiativen (MBI) in die anstehende Debatte zum künftigen ÖPNV-Angebot. Die MBI fordern dabei zwei komplett neue Buslinien und insgesamt eine Ausweitung des Angebots, was dem Spardiktat von Verwaltung und Ratsmehrheit im Fahrbetrieb entgegenläuft.

Teufelskreis im Nahverkehr

„Wir müssen mehr in den ÖPNV investieren, um ihn attraktiver zu machen“, begründet MBI-Fraktionschef Lothar Reinhard die Stoßrichtung des MBI-Antrags. Wer glaube, bei Bus und Bahn weiter sparen zu können, werde den Teufelskreis im Nahverkehr weiter befeuern. Wer ein attraktives Angebot mache, könne auch mehr Einnahmen generieren. Ein attraktives Angebot sei für die zunehmende Zahl älterer Menschen und für die mit kleinem Geldbeutel wichtig.

Für acht Buslinien schlagen die MBI Änderungen vor. Dabei fordern sie etwa eine Verlängerung der 124 über Speldorf hinaus nach DU-Wedau und -Buchholz oder eine Verlängerung der 132 über Mintard hinaus zum S-Bahnhof Kettwig und der 135 über den Ruhrdeich zum Duisburger Innenhafen und nach Homberg. Zwingend sei, falls nötig, ein Ersatz der Straßenbahnlinie 110, dann aber über den Flughafen hinaus, mit Anschluss an die Essener 142 nach Kettwig, Bredeney und Werden. Und schließlich plädieren die MBI für eine neue Buslinie vom Hauptbahnhof an den Krankenhäusern vorbei hin zum Wasserbahnhof.

 
 

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