MBI bringen Bürgerbegehren zum VHS-Erhalt ins Spiel

Um die Volkshochschule in der Müga halten zu können, bringen die Mülheimer Bürgerinitiativen nun ein Bürgerbegehren ins Spiel. Ein Vorbereitungstreffen soll Mitte Januar stattfinden.

Entsprechende Pläne kündigte die Ratsfraktion am Freitag an. „Es gibt viele Gründe, die beliebte heutige VHS als Ort für Weiterbildung und Kultur mit einzigartiger Atmosphäre an der Müga zu belassen und endlich zu renovieren“, wenden sich die MBI gegen Überlegungen, die Bildungsstätte aufzugeben und das Angebot stattdessen im neuen Stadtquartier unterzubringen, das auf dem Kaufhof-Areal entstehen soll. Vermieter wäre dann der Mülheimer Wohnungsbau. Zuletzt war die Rede von einer Monatsmiete von 12 Euro pro Quadratmeter, die anderswo auf dem Büromarkt der Innenstadt schwerlich zu erzielen sein dürfte.

Die MBI üben weiterhin scharfe Kritik an der Kostenschätzung der Stadt, dass 16 Millionen Euro nötig wären, um das VHS-Gebäude zu sanieren. Gesetzlich vorgeschriebene Maßnahmen könnten mit einem Aufwand von lediglich 4,2 Millionen Euro vorgenommen werden, so die MBI mit Verweis auf ein Eingeständnis, das Frank Buchwald als Leiter des städtischen Immobilienservices im Finanzausschuss gemacht haben soll. Eine Akteneinsicht von Mitgliedern der Bürgerinitiative habe gar ergeben, dass es „noch deutlich günstiger geht“.

Tatsächlich hat die Stadt bis heute keine nachvollziehbare Aufstellung etwaiger Sanierungskosten öffentlich gemacht. „Das VHS-Gebäude ist weder marode noch eine energetische Katastrophe“, so die MBI. Es müsse keine Luxussanierung her, um das vorläufig in die Denkmalliste eingetragene Gebäude zu erhalten.

 
 

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