Mülheim

Massenschlägerei im Zug nach „Essen Original“: Jetzt spricht eine Augenzeugin über die verstörenden Vorfälle

Dieses Video zeigt, wie es nach der Massenschlägerei bei Essen Original weiter ging

Ein Dutzend Männer pöbeln sich zwischen Zug und Bahngleisen an. Nach der Massenschlägerei am Essener Hauptbahnhof ließen die Täter nicht voneinander ab. Diese Szenen zeigen, was am Mülheimer Hbf passiert ist.
Mo, 11.09.2017, 18.07 Uhr

Ein Dutzend Männer pöbeln sich zwischen Zug und Bahngleisen an. Nach der Massenschlägerei am Essener Hauptbahnhof ließen die Täter nicht voneinander ab. Diese Szenen zeigen, was am Mülheimer Hbf passiert ist.

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  • Im Anschluss an das Festival „Essen Original“ kam es im RE1 Richtung Duisburg zu einer Massenschlägerei
  • Wir haben mit einer Augenzeugin über die Vorfälle gesprochen

Mülheim. Es waren Szenen, die die Anwesenden so schnell wohl nicht vergessen werden: Am vergangenen Samstagabend prügelten sich zahlreiche Männer im RE1 nach Duisburg (hier die schockierenden Einzelheiten).

Die Auseinandersetzung war so heftig, dass sich der Lokführer nach dem Halt am Mülheimer Hauptbahnhof weigerte „noch einen Meter weiter zu fahren“.

Im Gespräch mit DER WESTEN berichtet nun eine Augenzeugin über die verstörenden Ereignisse.

„Gefühlt wie im Bandenkrieg“

„Ich war mit einem guten Freund auf dem Weg zu einer Party in Mülheim, als nach dem Halt in Essen plötzlich mehrere Schwarzafrikaner im Zug aufeinander losgingen“, berichtet die Zeugin. Mit der Zeit seien immer mehr Leute an der Prügelei beteiligt gewesen, teilweise bekämpften sie sich sogar mit Waffen.

Dieses Video zeigt, wie es nach der Massenschlägerei bei Essen Original weiter ging

Ein Dutzend Männer pöbeln sich zwischen Zug und Bahngleisen an. Nach der Massenschlägerei am Essener Hauptbahnhof ließen die Täter nicht voneinander ab. Diese Szenen zeigen, was am Mülheimer Hbf passiert ist.
Dieses Video zeigt, wie es nach der Massenschlägerei bei Essen Original weiter ging

„Am Ende waren es etwa 40 Leute. Manche hatten Butterfly-Messer und Schlagstöcke dabei. Es war schrecklich. Die Kinder weinten, die Unbeteiligten flüchteten mit uns in andere Waggons.“

Am Mülheimer Hauptbahnhof seien sie dann ausgestiegen und hätten die Situation - gemeinsam mit dem Schaffner - aus sicherem Abstand beobachtet. Immer wieder seien die Leute in den Zug ein -und ausgestiegen, hätten laut rumgeschrien und wild aufeinander eingeschlagen. „Ich habe mich gefühlt wie im Bandenkrieg“, schildert die Zeugin.

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Erst nach 20 Minuten seien dann etwa acht Polizisten und ein paar Sicherheitsleute am Gleis angekommen. Da die Beteiligten allerdings vorher die Sirenen der Polizei hörten, seien sie sofort in verschiedene Richtungen geflüchtet.

Zusammenhang mit Schlägerei am Essener Hauptbahnhof?

Auf Nachfrage von DER WESTEN konnte die Polizei die Zeitangaben allerdings nicht bestätigen. „Zwischen dem Anruf und dem Eintreffen der ersten beiden Streifenwagen sind lediglich sieben Minuten vergangen. Ein weiterer traf zwei Minuten später am Mülheimer Hauptbahnhof ein“, erklärte ein Sprecher der Essener Polizei.

Letztendlich konnten in der Zwischenzeit allerdings alle Beteiligten flüchten. Ähnlich wie bei der Massenschlägerei am Essener Hauptbahnhof etwa eine Dreiviertelstunde zuvor.

Ob es sich dabei um die selben Personen handelt, ist laut Bundespolizei und der Essener Polizei nach wie vor offen.

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