„Markt der guten Taten“ braucht selber Hilfe

Markt der guten Taten“. Archivbild: Angélique Wemmer
Markt der guten Taten“. Archivbild: Angélique Wemmer
Foto: NRZ

Mülheim.. Über eine Verlegung aller Adventsveranstaltungen in die Altstadt wird gerade wieder debattiert. Eine Veränderung ist unterdessen schon beschlossen: Der „Markt der guten Taten“ findet 2011 auf dem Kirchenhügel statt, nicht mehr im Forum. Auch sein Erscheinungsbild wird anders sein.

Vierter Adventssonntag, 18. Dezember, von 12 bis 20 Uhr in der Altstadt: Das ist der amtliche Termin für den „Markt der guten Taten“, auf den die Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) noch einmal dringend hinweist. Denn in der „Forum“-Zeitung steht es, wohl durch ein Versehen, anders. Neu ist auch: Erstmals führt die Werbegemeinschaft Pro Altstadt die Traditionsveranstaltung durch.

Entscheidung fiel zu Jahresbeginn

Diese Entscheidung fiel zu Jahresbeginn, als bei der MST, die finanziell zurückstecken muss, „verschiedene Einsparmöglichkeiten diskutiert wurden“, so Bernd Westhoff, Abteilungsleiter für Veranstaltungen. Rolf Schulze, der als MBI-Vertreter dem Aufsichtsrat der Stadtmarketinggesellschaft angehört und zugleich Akteur von Pro Altstadt ist, erklärte sich bereit, den Benefiz-Markt zu übernehmen. Womit die MST nach seinen Angaben rund 7000 Euro spart, die bislang u.a. für Material ausgegeben wurden. Nur noch Stromkosten von maximal 1000 Euro soll sie tragen.

Geplant ist das Ganze nämlich so: Wenn der Altstadt-Adventsmarkt am 11. Dezember schließt, bleiben die Hütten stehen und werden am 18. von gemeinnützigen Organisationen belegt, die Geschenke, Getränke oder Kulinarisches anbieten und bei der Gelegenheit über ihre Arbeit informieren. Ehrenamtlicher Auf- und Abbau soll letztlich auch den „Markt der guten Taten“ retten.

„Uns sind solche Bürgerveranstaltungen sehr wichtig“

„Uns sind solche Bürgerveranstaltungen sehr wichtig“, sagt Westhoff, „sie sollten nicht sang- und klanglos untergehen.“ Für Annette Schulze, Vorsitzende von Pro Altstadt, schließt sich ein Kreis. Denn sie gehörte vor 19 Jahren zu den Initiatoren des ersten Marktes auf dem Berliner Platz, dessen Erlös seinerzeit dem Frauenhaus zugute kam.

„Wenn es klappt“, sagt sie nun, „wollen wir den ,Markt der guten Taten’ nächstes Jahr wieder am 1. Advent durchführen, dann aber indoor.“ Sie denkt an die Gotteshäuser auf dem Kirchenhügel. Schon diesmal, bei der Premiere, besteht die Möglichkeit, Stände ins Martin-Luther-Haus zu verlegen, „falls Leute aus Alters- oder Gesundheitsgründen nicht draußen stehen können“. Aber bisher bevorzugen alle die frische Luft.

 
 

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