Mülheim

Mann (24) verschwindet nach Sprung von Mülheimer Brücke in der Ruhr – so läuft die Suche nach ihm

Thorsten Drewes, Sprecher der Feuerwehr Mülheim, über die Suche nach dem verunglückten Mann (22). Der war von der Schlossbrücke gesprungen und Unterwasser verschwunden.

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Mülheim. Stundenlang suchten am Sonntagnachmittag Rettungskräfte der Feuerwehr, des DLRG und des THW einen Mann (24), der von der Schloßbrücke in die Ruhr gesprungen war. Nahe der Stadthallenfontäne wedelte der junge Mann noch um Hilfe, drohte zu ertrinken.

„Es handelt sich vermutlich um einen Badeunfall“, äußerte sich Feuerwehr-Sprecher Thorsten Drewes am Montagmorgen gegenüber DER WESTEN.

In einer Sitzung am Montagmorgen entschied die Feuerwehr nun, dass die Suche nach dem Vermissten weitergehen soll. Seit etwa 10 Uhr war die Feuerwehr am Montag wieder an der Ruhr im Einsatz.

Vermisstensuche in Mülheim: Sonargerät schlug an

Gegen 11.45 Uhr schlug ein Sonargerät an und die Hoffnung darauf, den 24-Jährigen zu finden, stieg. Doch es war falscher Alarm.

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Helfer muss ins Krankenhaus gebracht werden

Ein Feuerwehrmann, der am Sonntag zuerst mit einem Rettungswagen eingetroffen war, und zwei weitere Personen sprangen nach dem Unfall sofort ins Wasser und versuchten, den 24-Jährigen zu retten. Diese verschwand jedoch kurze Zeit später unter der Wasseroberfläche.

Einer der Helfer, der ebenfalls von der Brücke gesprungen war, um den 24-Jährigen zu helfen, musste wegen Erschöpfung in ein Mülheimer Krankenhaus gebracht werden.

Feuerwehr bricht Suche am Montag ab

Noch am Sonntagabend gab die Feuerwehr bekannt: „Nach so vielen Stunden ist es sehr unrealistisch, dass noch jemand lebend gerettet wird.“ Zuvor hatten Taucher der Feuerwehr Mülheim und Essen den Vermissten gesucht. Boote der DLRG und THW suchten mit Sonargeräten gezielt das Wasser ab.

Sogar ein Hubschrauber der Polizei überflog mit Wärmebildkamera die Ruhr. Allerdings blieb die Suche am Sonntag erfolglos und wurde gegen 21 Uhr wegen der Dunkelheit abgebrochen.

Auch am nächsten Tag wurde mit fünf Booten, Sonargeräten, Drohnentechnik und Helikopter nach dem Vermissten gesucht. Um 17 Uhr wurde die Suche - die sich bis zur Raffelberger Schleuse erstreckte - erfolglos beendet. (mb/dso/lin)

 
 

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