Manege frei für Styrumer Nachbarn

Zehn Styrumer, ein Ensemble: Zur Premiere des Theaterprojekts „Big Town“ begrüßte Schauspielerin Anja Schweitzer als Moderatorin die Gäste im Zirkuszelt im Park der Feldmann-Stiftung an der Augusta­straße 114, die trotz des Fußball-EM-Spiels des deutschen Teams recht zahlreich erschienen waren: „Nachbarn haben Ihnen etwas zu zeigen!“

Nachbarn sind Claudia Groh: Superstar an der Nähmaschine. David Prince Dattey: Technik-Genie. Erika Langer: legendäre Schnitzel-Braterin. Helga Terwint: Königin der Nachtcreme. Inge Fleischer: Redenschreiberin und Dichterin. Ira Peters: Sütterlinschrift-Expertin. Paul Gehrmann: Schornsteinfeger und Hobby-Maler. Beate, Michael und Angelika: Pantomimenkünstler.

Gemeinsam gestalteten sie eine Schau, die sicher noch an Fahrt aufnehmen wird, denn fast alle standen erstmalig im Rampenlicht. Vorhang auf für Claudia Groh: Arbeiten an der Nähmaschine ist ihre Passion. Am liebsten näht sie rhythmisch zur Musik und unter Zeitdruck. In exakt einer Stunde, versprach sie dem staunenden Publikum, werde etwas Besonderes entstehen. Als nächster Gast in der Manege erschien David Prince Dattey, ein junger Mann mit ghanaischen Wurzeln, mit einer selbst gebauten Klimaanlage. „Hey, Erika, lass’ essen!“, kündigte die Moderatorin den nächsten Auftritt an. Niemand klopft Schnitzel so resolut wie Erika Langer und erzählt dabei so locker von alten Zeiten.

Professionell waren die Begegnungen von Menschen auf der Straße, die die Gruppe Pierrot vorführte. In einem sehr gelungenen Vortrag ohne Worte erklärte Ira Peters anschließend, wie sie dazu kam, sich mit Sütterlin zu beschäftigen. Nach der Pause folgte die filmischen Begegnung mit Paul Gehrmann. Spannend war, wie Helga Terwint ihre Creme herstellte und wie Inge Fleischer erzählte, wie sie Reden schreibt, ohne Klischees zu bedienen und Gedichte schreibt mit Titeln wie „Die letzten Stunden meines Suppenhuhns“.

 
 

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