Manchmal geht die Distanz verloren

So nah und doch so fern. Dass ist die Erfahrung, die man bei Facebook immer wieder machen kann. Schließlich heißen hier die Kontakte „Freunde“. Doch vielfach sind sie es nicht.

Das wird erst dann problematisch, wenn man diese im Grunde einfache Einsicht vergisst. Eine Erfahrung, die Thomas Zielke, der Administrator der größten Mülheimer Facebook-Gemeinschaft, der „Du weißt“-Gruppe, immer wieder machen muss. Zielke hat im Laufe der Zeit Regeln für das Verhalten in den Gruppen aufgestellt. So sollen dort etwa keine Werbeposts veröffentlicht werden. Aber das gefällt vielen nicht.

Und genauso wie es bei der „Freundschaft“ oft an der nötigen Distanz fehlt, fehlen eben bei „Feindschaft“ vielen Nutzern erst recht die richtigen Maßstäbe. Und so erhält Zielke regelmäßig in seinem Postfach Nachrichten, in denen er beschimpft und angepöbelt wird. Allerdings muss man auch sagen, dass der Administrator sich mit der Zeit eine dicke Haut hat wachsen lassen. So schnell bringt ihn nichts mehr aus der Fassung. Trotzdem: Schön ist was anderes.

Zum Beispiel das Interesse, dass die Mitglieder der „Damals in Mülheim“-Gruppe füreinander zeigen. Dort werden schon seit vielen Monaten meist harmonisch Erinnerungen an das alte Mülheim miteinander ausgetauscht. Dies immer illustriert durch eine zeitgenössische Aufnahme. Nun wurde der Vorschlag gemacht, man solle sich doch einmal treffen. Der fand sofort begeisterte Zustimmung.

Also, mal schauen, ob die Bilder-Freunde tatsächlich zueinanderkommen, um sich dann ein reales Bild voneinander zu machen. Und so werden aus Kontakten dann vielleicht tatsächlich auch noch richtige Freundschaften. Ganz analog - vielleicht altmodisch, passt aber zu „Damals in Mülheim“.

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