Literatur trifft auf klassische Musik

Stehende Ovationen für die Zaubermandoline: Gemeinsam mit Erzähler Christian Oesterwind entführte das Mülheimer Zupforchester am vergangenen Sonntag in der Pauluskirche rund 150 Zuhörer in eine fantastische Welt unter Tage. Die „Stiftung Jugend mit Zukunft“ und die „Rekos-Jugendstiftung“ können sich nun Dank Unterstützung der Sparkasse Mülheim über die Eintrittsgelder freuen.

Bereits mit der Ouvertüre verstand das Ensemble, die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Christian Oesterwind zog mit seiner Lesung das Publikum in die verzauberte Welt unter Tage. Text und Musik bildeten dabei ein Zusammenspiel, sodass immer noch die Melodien mitschwangen, wenn bereits wieder erzählt wurde. Besonders ergreifend seien die Passagen gewesen, bei denen die Worte direkt vom Orchester begleitet wurden, resümieren die Musiker. Dieses blieb bei den Textpassagen zurückhaltend, um dem Sprecher den erforderlichen Raum zu geben. Diesen nutzte Oesterwind, um den Figuren mit der passenden Stimme Leben einzuhauchen. So lauschten auch in den stillen Passagen der Kirche etwa 50 Kinder und Jugendliche im Publikum.

Initiiert hatte das Projekt vor über drei Jahren Orchesterspieler und Vorstandsmitglied Carsten Pierburg, nachdem er bei der Lektüre des Romans „Die Hüter des Schwarzen Goldes“ das Potenzial erkannt hatte: „Eine mystische Geschichte in alten Bergwerken unter Tage im Ruhrgebiet, die nur mit Hilfe der Musik einer besonderen Mandoline aufgelöst werden kann: Das musste von einem Ruhrgebiets-Zupforchester in eine musikalische Lesung umgesetzt werden“, berichtet er.

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