Mülheim

„Lass deinen Lonely Planet zu Hause!" Eine Reisebloggerin verrät: Mit diesen fünf Tipps wird dein nächster Trip einfach unvergesslich

Reisebloggerin Jessica Niedergesäß.
Reisebloggerin Jessica Niedergesäß.
Foto: Jessica Niedergesäß

Mülheim. Ihre Heimat ist der Pott, doch ihre Sehnsucht treibt sie jeden Monat zu den schönsten Flecken dieser Welt. Ob Sri Lanka, New York City oder Tschechien: Reisebloggerin Jessica Niedergesäß kennt Geheimtipps fernab der normalen Touristen-Hot-Spots.

Und die 27-jährige Mülheimerin weiß, wie du aus deiner nächsten Reise einen unvergesslichen Trip machen kannst.

1. Buche deine Unterkunft nicht in der Nähe der absoluten Touri-Viertel:

Klar: Kurze Wege und ganz in der Nähe der großes Sehenswürdigkeiten zu übernachten, hat seine Vorteile. Doch dann erlebst du dein Reiseziel auf die gleiche Art und Weise wie Millionen anderer Touris: Schlangestehen vorm Museum, schlangestehen vorm angesagten Gastro-Tipp der Stadt. Doch: „Das authentische Leben gibt es in diesen Stadtteilen nicht“, so die Reisebloggerin.

Sie empfiehlt stattdessen: „Suche dir einfach eine Unterkunft in einem Viertel außerhalb.“ Und: Am besten übernachtest du nicht in einem Hotel, sondern als Untermieter bei einem Einheimischen. Dadurch sparst du nicht nur Geld, sondern bist zudem direkt an der Quelle zu echten Local-Geheimtipps.

2. Lass den Lonely-Planet daheim liegen:

Ganz ohne Vorbereitung kann kein Urlaub klappen. Gerade die dicken blauen Wälzer von Lonely Planet siehst du bei jedem Backpacker aus dem Rucksack blitzen. Doch: Echte Geheimtipps findest du nicht, wenn du stur den Orten aus deinem Reiseführer nachjagdst. Denn die entpuppen sich im Urlaub nämlich eher als echter „Klotz am Bein“, findet Jessica.

„Ich informiere mich im Vorfeld sehr genau über meine Reise. Doch vor Ort verlasse ich mich auf mein Bauchgefühl.“

Statt Scheuklappen aufzuhaben, solltest du im Urlaub ganz ohne Reiseführer entscheiden. Denn der beste Urlaubs-Guide bleibt deine Spontanität.

3. Durchforste Reiseblogs und das Netz nach Infos zu deinem Ausflugsziel:

Reiseführer sind ja generell eher etwas für die Generation 50+. Alternativen findest du im Netz. Zu fast jedem Land gibt es mittlerweile Reiseblogs. Lies auch Beiträge auf englisch, in dieser Sprache schreiben die meisten Reiseblogger. Auch Google kann dir helfen. Aber: „Gib dich nicht mit den ersten drei Suchergebnissen zufrieden. Die besten Tipps finde ich etwas versteckter im Netz“, so die Reisebloggerin.

4. Rede, quatsche und frag die Locals vor Ort:

Wenn du auf deiner Reise Dinge erleben willst, die garantiert noch niemand vor dir gemacht hat, dann musst du dich trauen, mit den Einheimischen zu reden. Jessica: „Fast immer geben die dir gerne Auskünfte über ihre persönlichen Lieblingsplätze vor Ort. Und wer könnte seine Stadt besser kennen, als die Menschen die dort leben?“

Bei ihrem Aufenthalt in Sri Lanka freundete sich die Reisebloggerin mit einem Touristenführer an. Der lud sie zum Neujahrsfest spontan zu sich nach Hause ein: „Das ist für die Einheimischen mehr als Geburtstag, Weihnachten und Ostern zusammen.“

Gemeinsam mit der Familie des Guides kochte Jessica. Sie aßen und saßen die ganze Nacht zusammen. Ganz ohne sich mit Worten verstehen zu können. „Die Erfahrung war einfach unglaublich.“

Solche unvergesslichen Momente kannst du auch erleben. Und: Bist du erst einmal bei einem Tipp der Locals angekommen, fragst du dort einfach nach dem nächsten. So entsteht deine Reiseroute Step-by-Step. Und: Du siehst deinen Urlaubsort durch die Augen der Einheimischen.

5. Sei nicht sauer, wenn mal eine Location nicht so ist, wie du gedacht hast:

Auch Einheimische können übertreiben - oder müssen nicht immer deinen Geschmack treffen. Wichtig ist aber: Wenn mal ein Tipp der Locals nicht ganz so toll gewesen ist wie erhofft, blase kein Trübsal. Auch aus Misserfolgen können tolle Momente werden.

Jessica war vergangenes Jahr in Mailand, als dort das Finale der Champions-League angepfiffen wurde. Sie ist kein Fußballfan, die ganze Stadt war abgesperrt, dazu Regen. Ihre eigentliche Tagesplanung: zerstört. Also stieg sie in ihren Mietwagen und fuhr in die Alpen, ein Alternativtipp von einem Einheimischen. Doch auch dort war alles grau und mies. Nebel verhagelte die Sicht:„"Ich habe nicht einmal die Berge gesehen.“

Doch statt zu meckern, fasste die Reisebloggerin spontan ein neues Ziel. Ein Bergsee in der Nähe. Dort ankommen, sah die Mülheimerin, wie sich der Nebel langsam verzog. Ein toller Moment - der eigentlich so nicht geplant gewesen war.

Jessica: „Ich denke dann immer: heute hat es nicht sollen sein mit mir und dem Ziel. Vielleicht klappt es aber beim nächsten mal.“

Alle Geschichten der Reisebloggerin kannst du hier nachlesen.

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