Kinder töpfern 250 Graureiher

Die Kinder der GGS an der Zunftmeisterstraße und der Wilhelm-Busch-Schule haben in einem gemeinsamen Projekt 250 Graureiher getöpfert.
Die Kinder der GGS an der Zunftmeisterstraße und der Wilhelm-Busch-Schule haben in einem gemeinsamen Projekt 250 Graureiher getöpfert.
Foto: WAZ Fotopool
Sein langer Hals, der schmale Schnabel und seine Federfarbe machen den Graureiher unverwechselbar. Gleich 250 solcher Exemplare tummeln sich in der Grundschule an der Zunftmeisterstraße. Natürlich sind es keine echten Reiher, sondern Tiere aus Ton. Über fünf Monate formten sechs Schulklassen der Grundschule an der Zunftmeisterstraße und vier Klassen der Wilhelm-Busch-Schule im Haus Ruhrnatur (RWW) die Graureiher. Nebenbei lernten sie nicht nur Wissenswertes über ihre Art, sondern auch über das Töpfern.

Mülheim.. Sein langer Hals, der schmale Schnabel und seine Federfarbe machen den Graureiher unverwechselbar. Gleich 250 solcher Exemplare tummeln sich in der Grundschule an der Zunftmeisterstraße. Natürlich sind es keine echten Reiher, sondern Tiere aus Ton. Über fünf Monate formten sechs Schulklassen der Grundschule an der Zunftmeisterstraße und vier Klassen der Wilhelm-Busch-Schule im Haus Ruhrnatur (RWW) die Graureiher. Nebenbei lernten sie nicht nur Wissenswertes über ihre Art, sondern auch über das Töpfern.

Der Graureiher ist für das Haus Ruhrnatur mehr als nur Anschauungsobjekt – er ist das Wappentier. „Und ein wichtiger Vogel für die Ruhr“, weiß Stefanie Kron, Mitarbeiterin im Haus Ruhrnatur. „Dass er an der Ruhr brütet, ist ein gutes ökologisches Zeichen.“ Noch vor 20 Jahren wurden die Vögel von Jägern geschossen, bis es verboten wurde. Seitdem vermehren sie sich wieder an den Ufern des Flusses.

"Wir hatten einen ausgestopften Reiher als Vorlage“

Damit auch Kinder das Jagd- und Fortpflanzungsverhalten sowie den Lebensraum des Tieres kennen lernen, lud das Haus rund 250 Schüler der Partnerschulen zu sich an die Ruhr ein. „Erst gab es eine theoretische Einführung, dann sind wir mit den Kindern nach draußen gegangen und haben echte Vögel beobachtet“, sagt Stefanie Kron. Anschließend ging’s ans Töpfern. Geholfen hat ihnen dabei Töpfer Friedrich Klucken, der ihnen die Geschichte dazu erklärte und die Technik beibrachte. „Es war schwierig, die Form hinzubekommen“, verrät Maja (9) von der Zunftmeisterschule. „Aber wir hatten einen ausgestopften Reiher als Vorlage.“

„Das war das erste Mal, dass wir überhaupt getöpfert haben“, erzählen Reda (11), Mert (12), Firat (13) und Florian (14) von der Wilhelm-Busch-Schule. „Dabei haben wir viel über Ton gelernt.“ Und über die Tiere: „Er steht auf einem Bein, frisst Fische und ist das Wappentier von Haus Ruhrnatur“, verraten die Jungs. Ihr Exemplar dürfen sie nun mit nach Hause nehmen.

"Eine gute Möglichkeit außerhalb des normalen Unterrichts in der Natur zu lernen“

Zweimal im Jahr besucht jede Jahrgangsstufe der Partnerschulen das Haus Ruhrnatur. Die Schüler widmen sich dann bestimmten Themen, untersuchen das Gewässer, beobachten Tiere oder gehen auf Exkursionen. „Das ist eine gute Möglichkeit außerhalb des normalen Unterrichts in der Natur zu lernen“, sagt Ulrike Lueg, Leiterin der Zunftmeisterschule. Im Gegenzug gestalten die Kinder der Schulen Feste mit. So wie das Jubiläumsfest zum 20. Geburtstag des Haus Ruhrnatur. Das findet am Sonntag, 26. August, auf der Schleuseninsel statt.

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