Kein Funkmast auf dem Gelände des KHTC

„Mit einem einfach Ja könnte man Geld verdienen – für den Sport und für die Stadt“, sagt Harald Hüsgen. Der Ehrenpräsident des Kahlenberger Hockey- und Tennis-Clubs (KHTC) ist enttäuscht von der Stadtverwaltung. Denn die hat das Ansinnen des Vereins, auf dem von ihm gepachteten Gelände an der Mintarder Straße einen Funkmast des Mobilfunkanbieters Vodafone aufzustellen, abgelehnt.

5000 Euro im Jahr würde Vodafone dem Verein für die Nutzung des Geländes als Standort für einen Funkmast zahlen. „Da wir das Areal selbst bei der Stadt im Rahmen eines Erbpachtvertrages gemietet haben, würden wir der Stadt davon jährlich 1000 Euro zahlen“, rechnet das KHTC-Urgestein vor. Und: Als ehemaliger Leiter der Baugenehmigungsbehörde und selbstständiger Architekt sehe er aus baurechtlicher Sicht keine Hindernisse, sagt Hüsgen. Da aber die Stadt der Grundstückseigentümer sei, bedürfe es deren Zustimmung zur Aufstellung solch eines Mastes.

Mehrfach habe er bei Vertretern der Verwaltung vorgesprochen, berichtet Hüsgen, und dort auch folgendes Argument vorgebracht: „Vodafon hat angeboten, durch den Mast das gerade entstehende Flüchtlingsdorf auf dem Saarner Kirmesplatz internetfähig zu machen.“ Aber es half nichts, Harald Hüsgen fand kein Gehör. „Das verstehe ich nicht, man könnte damit den Sport und die Flüchtlinge unterstützen und zugleich Geld verdienen“, sagt Hüsgen.

Die Stadt allerdings will auf dem Gelände des KHTC keinen Funkmast dulden. „Es gibt diverse Gründe, die dagegen sprechen. Das Für und Wider wurde auf Dezernentenebene erörtert“, sagt Stadtsprecher Volker Wiebels. Allen voran nennt er die Lage des Areals: „Der KHTC liegt im Landschaftsschutzgebiet und in unmittelbarer Nähe zum Naturschutzgebiet.“ Vor allem aus optischen Gründen wolle die Verwaltung an dieser Stelle keinen Funkmast, so der Stadtsprecher, der ergänzt: „Wir müssen als Stadt das Umfeld als Ganzes sehen.“

KHTC-Ehrenpräsident Harald Hüsgen ist mit dieser Antwort nicht ganz glücklich. Er meint: „Wenn wir die Anfrage von Vodafone ablehnen, gehen die auf eines der benachbarten Grundstücke von Aldi oder einem der anderen Unternehmen.“

 
 

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