Jugendstadträte werben um Nachfolger

Jugendliche, die schon 14, aber noch nicht 22 Jahre alt sind, können für den Jugendstadtrat kandidieren. Amtierende JSRler werben darum an Schulen. Kevin Pelz, Sprecher des Jugendstadtrats (JSR), nennt es eine Informationsveranstaltung. Dirk Klever, der bei der Stadt Teamleiter Wahlen ist, spricht von einer „Roadshow“. Gemeint ist aber Dasselbe: Jugendstadträte besuchen Schulen, um Jugendliche über das Gremium zu informieren und sie zu motivieren, sich selbst zur Wahl zu stellen. Die Premiere ging gut über die Bühne, drei weitere Termine stehen noch an. Es ist nur eine Aktion von mehreren. Denn die Vergangenheit hat gezeigt: Werbung für diese Wahl ist bitter nötig.

Der Urnengang im Herbst 2012 musste ausfallen. Damals hatten sich nicht genügend Jugendliche gefunden, die für den JSR kandidieren wollten. Die Legislaturperiode wurde damals kurzerhand verlängert, zudem die Altersgrenze erhöht und die Mitgliederzahl verringert. Im Sommer 2013 fanden sich letztlich auf den letzten Drücker drei mehr als die benötigten 28 Kandidaten. Es konnte gewählt werden. Die Amtszeit des daraus hervorgegangenen JSRs endet im Sommer. Und dessen Mitglieder sind motiviert, junge Mülheimer vom politischen Engagement zu überzeugen. „Wir haben viele aktive Mitglieder, die sich einsetzen“, sagt Kevin Pelz.

Dementsprechend hat der JSR-Sprecher nach der ersten erfolgreichen Infoveranstaltung im Broicher Gymnasium auch ein gutes Gefühl. Dort hat er viel Interesse ausgemacht: „Es kamen konkrete Nachfragen dazu, welche Aktionen wir umgesetzt haben.“ Kevin Pelz und seinen Mitstreitern ist es wichtig, Mülheims Jugendlichen zu sagen, „dass sie im Jugendstadtrat etwas bewegen können. Sie werden ernst genommen und können sich einmischen.“ Besonders hat den JSR-Sprecher gefreut, dass in Broich einige Zuhörer Bewerbungsunterlagen mitgenommen haben. „Einer hat sie gleich vor Ort ausgefüllt.“ Dirk Klever vom Rats- und Rechtsamt mag „keine Wasserstandsmeldungen abgeben“, denn nur die Unterlagen auszufüllen, reicht nicht: „Jeder Kandidat muss zehn Unterstützerunterschriften einreichen.“ Diese seien ein Zeichen der „Ernsthaftigkeit der Kandidatur“, heißt es auf der JSR-Homepage – und in der Vergangenheit habe sich oft gezeigt, dass es daran hapere. Dennoch hat auch Klever das Gefühl, „dass die Roadshow gut angenommen wird“. Näheres könne man aber erst nach deren Ende, Mitte März, sagen.

 
 

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