In Mülheim grassiert tödliches Virus: Impfung kann deinen Hund retten

Ein an Staupe verendeter Fuchs.
Ein an Staupe verendeter Fuchs.
Foto: Funke Foto Services

Hunde-Halter aufgepasst: Die tödliche Viruserkrankung Staupe ist in Mülheim weiter auf dem Vormarsch. Seit Anfang des Jahres hat es laut der Stadt mittlerweile 18 Füchse erwischt, allerdings wurde bei fünf von ihnen das Virus bisher nicht nachgewiesen.

Staupe ist besonders für Hunde gefährlich und kann sogar tödlich enden. Für Menschen und andere Tiere wie Katzen ist die Virusinfektion ungefährlich.

Staupe kann für Hunde tödlich enden: In Mülheim hat es mittlerweile 18 Fälle des Virus bei Füchsen gegeben

Die Stadt Mülheim gibt zwar an, dass es seit Anfang April keine neuen Staupefälle gegeben hat. Dennoch rät sie zur Vorsicht, gerade Hunde-Halter sollten ihre Tiere nun schützen.

------------------------------------

• Mehr Themen:

Wetter in NRW: Der Winter kommt zurück – Schnee und Frost im Anmarsch!

Duisburg: Überraschende Wende nach Wassereinbruch im Theater – liegt die Schuld ganz woanders?

• Top-News des Tages:

Bochum: Stadt und AfD streiten sich – das steckt dahinter

Essen: Bombe an Schule in Frohnhausen entschärft +++ Züge halten wieder in Essen-West

-------------------------------------

Das Virus kann besonders bei ungeimpften und jungen Hunden tödlich enden. Bei jungen Hunden sei das Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt, daher hat das Virus mehr Angriffsfläche.

Die Symptome der Krankheit ähneln denen der Tollwut. Durchfall, Erbrechen, Atemnot, keine Scheu vor dem Menschen, Lähmungserscheinungen und Krämpfe sind Signale dafür, dass sich ein Fuchs infiziert hat. Über seine Ausscheidungen oder auch seinen Speichel und sein Nasensekret überträgt er das Virus an Hunde, die ihm zu nahe kommen.

Symptome sind Durchfall, Erbrechen, Atemnot

Diese leiden dann an den gleichen Symptomen, die Krankheit entwickelt sich weiter bishin zu Hirnschädigungen und endet meistens tödlich. Wenn der Hund nicht geimpft wird.

Obwohl viele Hundehalter ihre Tiere bereits im Welpenalter gegen Staupe impfen lassen, gibt es immer wieder vermehrt Nachfragen bei Tierärzten, ob der Hund denn nun auch wirklich geimpft sei.

Tierarzt rät zu regelmäßiger Impfung

Das erzählt Martin Scheffler, Tierarzt und Mitglied der Tierärztekammer Nordrhein gegenüber dem WDR. Er rät dazu, Hunde regelmäßig zu impfen. Denn nur dann seien sie effektiv gegen Staupe geschützt. Wer dies jahrelang nicht tut, gefährdet damit das Leben seines Hundes. Die Staupe-Impfung sollte nach vollständiger Grundimmunisierung alle drei Jahre aufgefrischt werden. Das empfiehlt die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin.

Ob es bei den bisher 18 Fällen bleibt, ist derzeit in Mülheim völlig unklar. Denn die Viruskrankheit ist nicht meldepflichtig. das bedeutet, dass

Für die Viruserkrankung gibt es keine Meldepflicht. Die Dunkelziffer an infizierten Füchsen liegt also wahrscheinlich deutlich höher, als die bisher bestätigten 18 Fälle. Bei fünf Füchsen aus Mülheim ist beispielsweise noch unklar, ob sie an Staupe gestorben sind. (fb)

 
 

EURE FAVORITEN