In Mülheim bekommen rund 14.000 Nicht-EU-Bürger neue Aufenthaltskarten

Kristina Mader
Für den neuen elektronischen Ausweis werden von Nicht-EU-Bürgern auch Fingerabdrücke genommen. Foto: Udo Milbret
Für den neuen elektronischen Ausweis werden von Nicht-EU-Bürgern auch Fingerabdrücke genommen. Foto: Udo Milbret
Foto: WAZ FotoPool
Fingerabrücke und biometrische Bilder: Ab 1. September gibt es die neuen elektronischen Aufenthaltskarten für Nicht-EU-Bürger. In Mülheim wappnet sich das Ausländeramt für die Umstellung bei rund 14.000 so genannten Drittstaatsangehörigen.

Mülheim. Alle Nicht-EU-Bürger werden ab dem 1. September 2011 über eine neue elektronische Aufenthaltskarte registriert. Dieser Ausweis im Scheckkartenformat soll ähnlich aussehen wie der neue Perso und wird EU-weit einheitlich gestaltet. Die rund 14.000 so genannten Drittstaatsangehörigen in Mülheim müssen sich umstellen – was vorher ein Aufkleber im Pass regelte, muss nun standardisiert und digitalisiert werden. Zudem steigen die Kosten um 60 Euro pro elektronischem Ausweis. Kostete eine Niederlassungserlaubnis zunächst 85 Euro, zahlt man nach der Umstellung 145 Euro. Im Ausländeramt wappnen sich die 19 Mitarbeiter für den bürokratischen Mehraufwand.

Die Daten werden ab September in Form von Fingerabdrücken und biometrischen Bildern gespeichert. „Kinder ab sechs Jahre müssen ihre Fingerabdrücke abgeben, Kinder ab zehn Jahre eine Unterschrift“, erklärt Udo Brost, Leiter der Abteilung Ausländerwesen im Ordnungsamt der Stadt. Brost geht davon aus, dass pro Jahr etwa 5000 bis 7000 Ausländer die Aufenthaltskarte beantragen werden.

Gültig für maximal zehn Jahre

Die neuen Ausweise sollen nach und nach an Ausländer ausgegeben werden, die eine Aufenthaltsgenehmigung verlängern oder neu beantragen möchten. Die Karten haben eine maximale Gültigkeitsdauer von zehn Jahren. „Im Jahr 2021 sollten dann alle den neuen Ausweis haben“, sagt Udo Brost.

Mit Einführung der Scheckkarte ändern sich für die Mitarbeiter im Ausländeramt die Arbeitsabläufe: „Bis September müssen wir alle Betroffenen anschreiben und unser gesamtes technisches System anpassen“, erklärt Brost. Die Ausländerbehörde muss die biometrischen Daten einlesen und schließlich an die Bundesdruckerei übermitteln.

Auch die Öffnungszeiten werden umgestellt: „Nun machen wir montags, dienstags und mittwochs nur noch Termine nach Absprache, der Donnerstag bleibt von 8 bis 18 Uhr geöffnet, freitags haben wir wegen interner Bearbeitungszeiten ganz geschlossen“, so Udo Brost.