Im Rathaus-Foyer hat die Zukunft begonnen

Ulrich Dörner
Probierten das neue Terminal aus (von links): Norbert Berns (Aufstellerfirma), Udo Brost (Abteilungsleiter Ausländeramt) und Bernd Otto, (Abteilungsleiter Ordnungsamt).
Probierten das neue Terminal aus (von links): Norbert Berns (Aufstellerfirma), Udo Brost (Abteilungsleiter Ausländeramt) und Bernd Otto, (Abteilungsleiter Ordnungsamt).
Foto: Walter Schernstein

Mülheim. Das hat keine andere Stadt im Revier zu bieten: Gestern wurde im Eingangsfoyer des Rathauses ein Selbstbedienungsterminal für die Aufnahme biometrischer Daten für das Ausländeramt in Betrieb genommen.

Der hochmoderne „Kasten“, der wie eine Mischung aus Bankterminal und Fotofix-Automat aussieht, ist ein gleichermaßen leistungsfähiger wie schneller Computer, der drei Arbeitsgänge in wenigen Minuten erledigt, für die ein Sachbearbeiter mindestens 20 Minuten braucht. Ausländische Bürger, die eine Aufenthaltserlaubnis benötigen, können bei dem elektronischen Aufenthaltstitel ein biometrisches Foto und einen biometrischen Fingerabdruck machen lassen, sowie eine Unterschrift leisten.

Alle Daten landen dann sofort beim zuständigen Sachbearbeiter, der diese dann direkt abrufen kann. Die so genannte analoge Bearbeitung entfällt damit. Wer dennoch alles ohne den Automaten auf herkömmliche Art und Weise erledigen will, kann dies allerdings auch weiterhin tun.

400 Antragsteller im Monat

Das Ausländeramt erhofft sich von dem Terminal freilich eine erhebliche Erleichterung seiner täglichen Arbeit, immerhin kommen im Durchschnitt knapp 400 Antragsteller im Monat zum Amt. Das Terminal, das in acht verschiedenen Sprache bedient werden kann, wird für die kommenden drei Monate zur Probe im Eingangsfoyer stehen. Erst danach will man bei der Stadt entscheiden, ob es dauerhaft installiert werden soll.

Wie die Zukunft aussieht, wurde gestern bei der Vorstellung eindrucksvoll demonstriert: Geräuschlos fährt ein Teil des Terminals an einer Schiene genau in die richtige Höhe und Position, um das erforderliche Passfoto machen zu können. Danach legt man seine Finger für den biometrischen Abdruck in eine Vorrichtung und unterschreibt im dritten Schritt schließlich auf einer Art Glasfläche.