Mülheim

Trauer um Hündin in Mülheim: Darum müssen jetzt Kerzen und Schleifen von der Schlossbrücke verschwinden

Ein Unbekannter warf seine Hündin am 29. Dezember über das Geländer der Mülheimer Schlossbrücke.
Ein Unbekannter warf seine Hündin am 29. Dezember über das Geländer der Mülheimer Schlossbrücke.
Foto: Polizei Essen

Mülheim. Dieses traurige Hunde-Schicksal sorgte deutschlandweit für Aufsehen und ließ nicht nur Hundefreunde fassungslos zurück. Kurz vor Silvester hat ein Unbekannter den Hund genommen und ihn in Mülheim über die Schlossbrücke geworfen. Das Tier starb. Die Feuerwehr konnte den Hund nur noch tot bergen.

Nach dieser schrecklichen Nachricht vom 29. Dezember trafen sich am Samstag viele Mülheimer an der Brücke und zeigten sehr emotional ihre Anteilnahme. Viele Menschen legten Kerzen, Rosen oder Hundespielzeug nieder, banden an das Brückengeländer Schleifen, um der toten Hündin zu gedenken.

Mülheimer nehmen Anteil an totem Hund: Doch Kerzen und Co. müssen wieder weichen

Auch Andrea und Klaus Mertens von der Oberhausener Tierhilfe Mertens haben sich engagiert und hatten zuvor die Aktion über Facebook publik gemacht. Rund 50 Menschen seien vor Ort gewesen, um zu trauern und „ein leises Zeichen zu setzen“, sagten sie im Anschluss.

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Wetter soll am Dienstag sehr stürmisch werden

„Die Reichweite, die unsere Aktion erreicht hat, war zuvor nicht vorstellbar“, schreiben die beiden am Montagabend auf ihrer Facebook-Seite. Doch die Erinnerung an die tote Hündin an der Schlossbrücke Mülheim musste am Montag leider schon wieder weichen. Das Ehepaar hat sich dazu entschieden, die Kerzen, Schleifen und andere Andenken einzusammeln, weil das Wetter am Dienstag sehr stürmisch werden soll.

„Denn es sollen z.B keine gefährlichen Situationen für die Autofahrer entstehen, wenn Kerzen auf die Straße rollen“, erklären sie ihre Absicht und hoffen, dass die betroffenen Menschen es verstehen.

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Die Gegenstände wurden jedoch nicht weggeworfen. Die Tierhilfe verwahrt die Sachen. Du kannst sie dir dort wieder abholen. Wenn die Tierhilfe sie behalten darf, werden sie bei einer nächsten Aktion nochmals zum Einsatz kommen.

Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz

Der Täter ist derzeit immer noch unbekannt. Während viele Mülheimer noch trauern, fehlt der Polizei die heiße Spur auf den Täter. Daher bittet die Behörde auch weiterhin um Hinweise. Nach der Veröffentlichung von Fotos der Hündin hat die Polizei nach eigenen Angaben erste Hinweise erhalten.

Der Halter des Hundes oder der Täter seien aber noch nicht ermittelt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag in Essen. Die Ermittler hoffen darauf, dass Menschen das mindestens zehn Jahre alte Tier auf den Fotos wiedererkennen. Allerdings habe der Hund wenig Auslauf gehabt, darauf wiesen die langen Krallen hin, sagte der Polizeisprecher. (js)

 
 

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