Mülheim

Mülheim: Hund bestialisch getötet – unglaublich, was sein Spielkamerad macht

Schrecklich: Hund Jackson ist in einem Mülheimer Waldstück attackiert worden. Er erlag vor Ort seinen Verletzungen.
Schrecklich: Hund Jackson ist in einem Mülheimer Waldstück attackiert worden. Er erlag vor Ort seinen Verletzungen.
Foto: Privat

Mülheim. Es ist unfassbar, die Vermutung, die Wolfgang Peters (66) hegt, hört sich schier unglaublich an: In einem kleinen Waldstück in Mülheim soll ein Hunde-Ripper sein Unwesen treiben. Der Mülheimer, wohnhaft in der Nähe des Waldstücks, ist sich deshalb so sicher, weil sein Hund Jackson vor knapp einer Woche Opfer einer Messer-Attacke geworden war.

Jackson, ein sieben Jahre alter Hovawart, verstarb nach zwei Messerstichen. Der zweite Hund des Ehepaars Peters, der dreijährige Leonberger Quintus, überlebte knapp. Die Hundehalter-Community in Mülheim ist stark verunsichert. Das Ehepaar Peters will nun weitere Hundehalter warnen.

Mülheim: Hund mit 15 Stichen getötet

Diesen Tag wird Juliane Peters nie vergessen: Am 9. Januar, einem Donnerstag, geht sie mit ihren beiden Hunden Gassi. Sie will eine Freundin besuchen, die gerade erst ihren Vierbeiner verloren hat. Quintus und Jackson sollen sie aufmuntern. Sonst geht Juliane Peters eher selten mit beiden Hunden gleichzeitig. Denn in dem idyllischen Gebiet schwillt seit Jahren ein Streit.

>> Mülheim: Hunde kämpfen miteinander – Besitzer (60) zückt Messer und tötet Tier

Rückschau: 2018 geraten die beiden Hunde der Peters erstmals in Zwist mit einem anderen, jüngeren Hovawart. „Sie wollten die Rangordnung klären, wie unter Hunden üblich“, erklärt Wolfgang Peters. Doch dabei bleibt es nicht: Der Halter des jüngeren Hovawart provoziert nach Aussagen von Wolfgang Peters die Eskalation. Immer wieder taucht er mit seinem Tier am Grundstück der Peters auf.

Die nächste Auseinandersetzung zwischen den Hunden beim Spaziergang folgt: Der fremde Besitzer geht dazwischen und wird gebissen. Er stellt Anzeige, die beiden Vierbeiner der Peters bekommen Ordnungsauflagen, müssen fortan an der Leine und mit Maulkorb laufen. Das Veterinäramt der Stadt bestätigt: Als das Verfahren eingestellt wird, dürfen sich beide Hunde wieder frei bewegen.

Seitdem geht Janine Peters meistens nur getrennt mit ihren Hunden raus.

Jackson verstirbt nach Messer-Attacke

Anfang Januar treffen die Tier am Ganghoverweg wieder aufeinander. Laut Angaben von Wolfgang Peters wechselt seine Frau sicherheitshalber die Straßenseite. Dennoch gehen die Tiere aufeinander los. „Jackson hat seinen Hund auf den Rücken gelegt, als sie allerdings von dem anderen Hovawart abgelassen haben, hat er zugestochen“, schildert der 66-Jährige Mülheimer. Die Polizei kann diese Sicht bisher nicht bestätigen, spricht davon, dass die Aussagen der Halter auseinander gehen.

Der sieben Jahre alte Rüde überlebt die Messer-Attacke nicht, verstirbt noch an Ort und Stelle. Sein „kleiner Bruder“ Quintus muss notoperiert werden. Der Halter setzt zusätzlich Pfefferspray ein. Die Polizei nimmt anschließend eine Anzeige auf. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Erst danach melden sich andere Hundebesitzer bei den Peters und erzählen von ähnlichen Fällen.

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Geht ein Hunde-Ripper in Mülheim um?

So soll im Dezember vergangenen Jahres ebenfalls eine Frau und ihr Hund Opfer des Mannes geworden sein. Der Vierbeiner überlebte nur knapp, die Frau stellte aus Unwissenheit keine Anzeige. Auch eine weitere Hunde-Besitzerin berichtet gegenüber den Peters von einer Attacke in der Nähe der Hockey-Anlage auf ihren Hund.

Alle Taten sollen sich in dem Waldstück ereignet haben. „Meine Frau verlässt nicht mehr das Grundstück, nur noch im Auto“, beschreibt Wolfgang Peters die Angst, die im Stadtteil umhergeht. Auch ihn hat der Tod seines geliebten Vierbeiners schwer getroffen.

Ihm ist es ein Anliegen, andere Hundehalter zu warnen und weitere Opfer dazu aufzufordern, sich bei der Polizei zu melden, wenn sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Welche Lücke durch den Verlust in die Familie gerissen worden ist, zeigt ein Bild des Leonbergers Quintus. Er trauert am Grab seines „großen Bruders“. Wolfgang Peters: „Seit er seinen Spielgenossen verloren hat, ist er nicht mehr derselbe.“

 
 

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