Mülheim

Mülheimer Hunde-Expertin erklärt: So gefährlich ist es, dein Tier im Auto zu lassen – auch schon bei 18 Grad

Das Auto kann für deinen Hund zur Todesfalle werden. (Symbolbild)
Das Auto kann für deinen Hund zur Todesfalle werden. (Symbolbild)
Foto: imago/ Eibner, Montage: DER WESTEN
  • Es kann gefährlich werden, Hunde im Auto zu lassen
  • Nicht nur die sommerliche Hitze ist eine Gefahr
  • Davor warnt eine Hundetrainerin aus Mülheim

Mülheim. Es ist warm, aber noch nicht zu warm – eigentlich das perfekte Wetter. Doch das gilt nicht für jeden. Für einen Hund im Auto können auch schon 18 Grad zu viel sein. In der Vergangenheit haben wir immer wieder darüber berichtet, wie Autos zur Gefahr für Hunde werden.

Temperaturen ab 40 Grad tödlich

Während der Sommerzeit dürfte es vielen klar sein: Ein Hund sollte bei 25 Grad und mehr nicht im Auto bleiben. Laut ADAC könne sich das Wageninnere im Sommer auf bis zu 60 Grad erhitzen. Für die Vierbeiner sei das fatal.

Schon Temperaturen um 40 Grad im Auto könnten tödliche Folgen haben. Dafür reichten auch schon Außentemperaturen von unter 20 Grad. Die Tiere hätten dabei ein ganz spezielles Problem.

Hunde können einfach nicht schwitzen

„Hunde können nicht so schwitzen wie wir“, sagt die zertifizierte Hundetrainerin Sarah Meurer der Hundeschule Ruhr-Hunde in Mülheim. Zwar würden die Hunde hecheln, und dadurch versuchen sich abzukühlen, doch in einem so heißen Auto gäbe es dafür einfach keine kühle Luft mehr.

Gerade Rassen wie beispielweise französische Bulldoggen hätten dann ein Problem. Sie bekämen ohnehin schlechter Luft als Hunde anderer Rassen und höhere Temperaturen seien daher noch schlimmer für sie.

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Draußen Anleinen nur bedingt eine Alternative

Doch laut Meurer sei es auch keine wirkliche Alternative seinen Liebling beim Einkaufen kurz draußen anzubinden. Leinst du deinen Hund zum Beispiel vor dem Supermarkt an, könnte ihn immer jemand anders mitnehmen.

Draußen anleinen sei nur dann eine Alternative, wenn eine Begleitperson bei der Fellnase bleiben könne. Manche Geschäfte erlauben es aber auch, die Vierbeiner bei hohen Temperaturen mitzunehmen.

Einfach mal miteinander reden

In der Vergangenheit hatte beispielsweise Media Markt erlaubt, die Lieblinge mit in den Laden zu nehmen. Alternativ rät Meurer dazu, einfach miteinander zu reden. „Ich rate immer zu Kooperationen zwischen Hundehaltern“, sagt sie.

Menschen mit Hund würden oft andere Menschen mit Hunden kennen und könnten sich dann gegenseitig helfen. Musst du dann kurz einkaufen gehen, könnte dann beispielsweise dein Nachbar auf den Vierbeiner aufpassen und er müsste gar nicht erst ins Auto einsteigen.

 
 

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