Hochschule als Entdeckungsreise

Mareike Kluck
Tag der offenen Tür an der Hochschule Ruhr-West am Campus Dümpten mit Experimenten.
Tag der offenen Tür an der Hochschule Ruhr-West am Campus Dümpten mit Experimenten.
Foto: STEPHAN GLAGLA PHOTOGRAPHIE / WA

Mülheim. Brücken aus Spaghetti, selbstgebaute ferngesteuerte Autos oder Experimente im Siemens Technopark – beim Tag der offenen Tür der Hochschule Ruhr West (HRW) gab es einiges zu entdecken. Bereits zum zweiten Mal öffnete die HRW ihre Pforten, um potentielle Studenten oder andere Interessierte über die Studienmöglichkeiten und – inhalte zu informieren.

Alle vierzehn Bachelorstudiengänge und die zwei Masterstudiengänge wurden durch Schnuppervorlesungen oder Experimente vorgestellt. Vor allem jungen Frauen sollen die Studienfächer aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, die so genannten MINT-Fächer, schmackhaft gemacht werden. Denn nach wie vor sind Frauen an der HRW deutlich in der Minderzahl. Von insgesamt 1695 Studenten sind nur 369 weiblich. Dabei gaben sich die Studenten und Mitarbeiter alle Mühe, um zu zeigen, dass Maschinenbau und Co. keinesfalls trockene, langweilige Studienfächer sind.

Nudelsorten für den Bau einer Brücke

Prof. Dr. Daniel Jun zum Beispiel nimmt jedes Jahr mit seinen Studenten am Nudelbrücken-Wettbewerb teil. Von Spaghetti über Lasagnenudeln bis hin zur Farfalle – es dürfen alle Nudelsorten benutzt werden, die sich für den Bau einer Brücke eignen. So möchte er seinen Studenten das Tragverhalten von Brücken veranschaulichen.

„Der hohe Praxisbezug ist es auch, den unsere Studenten so schätzen“, weiß HRW Pressesprecherin Beatrice Liebeheim, „und die Nähe zwischen Professoren und Studenten.“ Der größte Hörsaal fasst gerade mal 100 Plätze, die Seminare sind nicht so überfüllt, wie an anderen Universitäten. Und auch beim Tag der offenen Tür merkt man den Zusammenhalt. Studenten, Mitarbeiter und Professoren engagieren sich gleichermaßen, um ihre Hochschule weiter bekannt zu machen und Interessenten zu beraten.

Hochschule quasi um die Ecke

So wie die 19-jährige Nina Eickmeier aus Mülheim. Sie interessiert sich für den Studiengang Energie- und Wassermanagement, der so nur an der HRW angeboten wird. Für sie bietet die HRW aber auch noch andere Vorteile. „Wenn die Hochschule an den neuen Standort an der Duisburger Straße zieht, liegt sie für mich quasi um die Ecke. Außerdem wird alles neu und sehr modern sein“, freut sich die frischgebackene Abiturientin bereits jetzt.

Für HRW Präsident Prof. Dr. Eberhard Menzel ist der Tag der offenen Tür unter anderem die Möglichkeit, sich über den gewünschten Studiengang zu informieren und „nicht die Katze im Sack zu kaufen“.

Aber auch für den internen Zusammenhalt findet er solche Veranstaltungen wichtig. Er ist mit dem zweiten Tag der offenen Tür sehr zufrieden. „Er ist sehr gut besucht, viel besser, als im letzten Jahr. Und die Stimmung ist toll. Das zeigt doch, dass sich die Studenten bei uns wohl fühlen.“