Historische Stadtansichten

Foto: NRZ

Im vergangenen Jahr bot das Kunstmuseum Asyl, in diesem kann das Mülheimer Stadtarchiv in eigene Räume einladen: Die Reihe zur Mülheimer Geschichte, die in Vorträgen verschiedene Aspekte der lokalen Historie beleuchtet, findet erstmals im Haus der Stadtgeschichte, Von-Graefe-Straße 37, statt: immer an Donnerstagen, immer um 19 Uhr, immer mit freiem Eintritt. Die einzelnen Themen und Referenten stellte Dr. Kai Rawe jüngst im Kulturausschuss vor.

Und noch eine zweite Neuheit ist mit der 2014er Ausgabe verbunden: Erstmals veranstaltet sie das Stadtarchiv in offizieller Kooperation mit dem Mülheimer Geschichtsverein. „Wir freuen uns, dass der Geschichtsverein mit im Boot ist“, betonte Stadtarchivleiter Dr. Kai Rawe, der zugleich Vorsitzender des Vereins ist. Der Geschichtsverein trägt nun einen Teil der Kosten und ermögliche es dem Stadtarchiv laut Kai Rawe so, einen „weiteren Beitrag zu den allgemeinen Sparbemühungen“ zu leisten.

20. März: Stadtansichten

Da passt es gut, dass der im Vorjahr sehr beliebte „Streifzug durch die Postkartensammlung des Stadtarchivs“ die Reihe zur Mülheimer Stadtgeschichte am 20. März eröffnet. Denn Heinz Hohensee überließ als Mitglied des Geschichtsvereins erst kürzlich über 1000 Postkarten dem Stadtarchiv. Referent der Auftaktveranstaltung ist Dr. Kai Rawe. Neben Stadtansichten der Innenstadt und einiger besondere prominenter Wahrzeichen sollen diesmal die Stadtteile stärker in den Blick genommen werden. Der Bogen spannt sich dabei vom Ende des 19. Jahrhunderts in die Gegenwart.

10. April: Otto Pankok

„Otto Pankoks künstlerischer Werdegang – Von den Anfängen bis zu seinem Eintritt in die Künstlervereinigung ,Das junge Rheinland’“ ist der Titel des Lichtbildvortrags am 10. April. Dr. Jörg Schmitz von der Camera Obscura mit Museum zur Vorgeschichte des Films wird dazu sprechen. Er befasst sich mit der künstlerischen Entwicklung Pankoks, beginnt mit der familiären Herkunft und den prägenden Jahren in Saarn und berichtet von weiteren Stationen wie Weimar, Paris und im Ersten Weltkrieg.

22. Mai: Jüdische Gemeinde

Dr. Ludger Joseph Heid von der Universität Duisburg-Essen ist am 22. Mai an der Von-Graefe-Straße zu Gast. Sein Thema lautet: „Wer ein Haus hat, der will bleiben – eine Geschichte der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim-Oberhausen nach 1945“. Dr. Kai Rawe nannte Heid im Kulturausschuss „einen versierten Kenner der jüdischen Geschichte“ und ist froh, einen so renommierten Sprecher für die Reihe gewinnen zu können. Besonders sei zudem, dass Dr. Ludger Joseph Heid in seinem Vortrag den Bogen bis in die Gegenwart spannen werde.

 
 

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