Handel zeigt City-Verkehr weiter die Rote Karte

WGI-Vorsitzender Hermann-Josef Pogge
WGI-Vorsitzender Hermann-Josef Pogge
Foto: Christoph Wojtyczka / WAZ FotoPo

Mülheim.. Lange Wartezeiten, Staus, Unübersichtlichkeit — die Verkehrssituation in der Mülheimer Innenstadt bleibt aus Sicht der IHK und vieler Einzelhändler das größte Problem, das einer Belebung im Wege steht. „Dieses Thema regt viele auf, es wird hoch emotional geführt“, sagt Guido Zakrzewski, stellvertretender Geschäftsführer der IHK, nach einer Diskussion über das neue Innenstadtkonzept. Die Verkehrsplaner sollten noch einmal „neu denken“.

"Erneut Fehler"

Trotz jahrelanger Umbauten und hoher Investitionen hat sich auch aus Sicht der Werbegemeinschaft Innenstadt die Erreichbarkeit der Mülheimer City nicht entscheidend verbessert. „Es sind erneut Fehler gemacht worden, an denen gearbeitet werden muss“, fordert der Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Herrmann-Josef Pogge. Er nennt unter anderem Umbau und Aufteilung der Friedrichstraße als unbefriedigend. „Die Schloßbrücke ist ein Dauerbrennpunkt. Wir hören immer wieder Klagen von Bürgern, dass sie nicht in die Innenstadt kämen“, so Pogge.

Als verbesserungswürdig werden auch die Ampelschaltungen angesehen. Nach wie vor hält sich in der Bürgerschaft, aber auch unter Einzelhändlern der Vorwurf, dass die Wartezeiten an den Ampeln entschieden zu lang seien. Die Fachleute der Verwaltung hatten dies in der Vergangenheit mehrfach widerlegt und als notwendig dargestellt.

Engagement der privaten Eigentümer nötig

Der Druck auf die Mülheimer Innenstadt nehme zu, je mehr die umliegenden Städte „aufrüsten“, so sieht es ­Zakrzewski aktuell mit Blick auf Duisburg. Für ein erfolgreiches Innenstadt-Konzept benötige man in jedem Fall auch das Engagement der privaten Eigentümer in der Mülheimer Innenstadt. Ohne sie werde ein Aufschwung sehr schwierig werden, so die IHK.

Dabei könnte eine zentrale Forderung der Einzelhändler auch ohne private Eigentümer umgesetzt werden: Die Herrichtung des Rathausmarktes als zentraler Markt- und Kommunikationsort. Diesen Wunsch haben sich inzwischen auch weite Teile der Politik auf die Fahne geschrieben.

Dabei, so Frank Prümer vom Vorstand der Werbegemeinschaft, komme es darauf an, die Verbindung vom Markt über die Dröppelminna in die Altstadt zu beleben. Zweiter zentraler Wunsch: ein weiterer Aufzug aus der Tiefgarage auf die Schloßstraße.

 
 

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